Waldfeucht: Markttreiben im Sonnenschein

Waldfeucht : Markttreiben im Sonnenschein

„Jetzt kann man noch in Ruhe schauen und hat die Auswahl beim Kaufen.” Deshalb waren auf dem Waldfeuchter Weihnachtsmarkt die ersten Besucher schon vor der offiziellen Eröffnung an den Ständen zu finden.

Als Hubert Vogten, der Vorsitzende der Gewerbegemeinschaft als Veranstalter im Namen des Vorstandes die geladenen Gäste willkommen hieß, hatte der Besucherstrom bereits deutlich zugenommen und es herrschte reges Markttreiben in Waldfeucht. Er nutzte die Gelegenheit, sich auch offiziell bei allen Mitstreitern aber auch bei der Verwaltung zu bedanken.

„Schon zum sechst Mal haben wir beim Weihnachtsmarkt in Waldfeucht Glück mit dem Wetter”, freute sich Bürgermeister Johannes von Helden, der den Waldfeuchter Weihnachtsmarkt offiziell eröffnete. Was als Versuch gestartet wurde, hat sich erfolgreich entwickelt, sagte er stolz über das Erreichte, bevor es gemeinsam zu einem Rundgang über den Weihnachtsmarkt ging.

Der Markt hatte, nicht zuletzt dank der zahlreichen Hobbykünstler, aber auch der sehr aktiven Vereine in der Gemeinde in Kombination mit dem Angebot der Gewerbetreibenden wieder eine ganze Menge zu bieten. Ein großes Thema war in diesem Jahr Schmuck, der in allen Variationen angeboten wurde. Dazu gehörte Silberschmuck, Kreationen in Glasperlen oder auch mystisches. Kunstvolle Handarbeiten waren ebenso zu finden, wie ausgefallene Dekorationen für den Garten, das Haus oder die Wohnung.

Zahlreiche Vereine, wie der Gesang- und Musikverein Cäcilia, der VdK oder der Imkerverein informierten die Besucher über ihre Arbeit und bereicherten den Weihnachtsmarkt mit Darbietungen oder Vorführungen. So gab es am Stand des Musik- und Gesangvereins nicht nur wärmenden Glühwein, sondern auch immer wieder musikalische Leckerbissen, nämlich festliche weihnachtliche Klänge.

Der Imkerverein bot neben fertigten Produktion von Honig über Wein und Likör nebst Backwaren auch die Möglichkeit, das Kerzenziehen aus Bienenwachs einmal auszuprobieren. Gleich nebenan zeigten die Holzschnitzer ihre Arbeiten und ließen sich beim Schnitzen auf die Finger schauen.

Weihnachtsbäume von Fichte bis Nordmanntanne und selbst die ersten Christrosen, in Töpfen kultiviert, waren auf dem Waldfeuchter Weihnachtsmarkt zu finden, der auch in diesem Jahr seinem Anspruch gerecht wurde, dass alles das, was hier zum Kauf angeboten wird, irgendwie mit dem Weihnachtsfest zu tun haben sollte. Auch wer Lesestoff für die kommenden Winterabende suchte, konnte fündig werden und dies nicht allein bei den Autoren des neuesten Selfkantkrimis, sondern auch noch an weiteren Ständen.

Vielfältig wie das Warenangebot präsentierten sich auch die Gaumenfreuden der heimischen Bäcker, Metzger und Gastronomiebetriebe. Ob belegte Brötchen, Kuchen und Torten, Gebäck, Wurst-, Fleisch-, Fischspezialitäten oder herzhafte Eintöpfe, die Gäste hatten die Qual der Wahl. Mit leckeren Schokofrüchten lockte die Haarener Skaterjugend die Besucher an ihren Stand und nutzte die Gelegenheit, über ihr Projekt „Skaterplatz” zu informieren.

Im Hof des Rathauses hatte der Mühlenverein sein Mühlenmodell aufgebaut und lud die Besucher ebenfalls zu Kaffee und Kuchen ein. Eine interessante Kunstausstellung in den Räumen des Rathauses ergänzte den Weihnachtsmarkt. Die Frage insbesondere zahlreicher auswärtiger Besucher: „Hat heute auch die Gerhard-Tholen-Stube geöffnet?” konnte ebenfalls mit einem Ja beantwortet werden. Waldfeuchter Geschichte gab es hier zu entdecken, aber auch bei einer Kirchenführung, zu die Karl Cleef in den Nachmittagsstunden einlud.