Heinsberg-Straeten: Marienkapelle eine Zierde im Baugebiet

Heinsberg-Straeten : Marienkapelle eine Zierde im Baugebiet

Wenn in der heutigen Zeit eine neue Kapelle gebaut und geweiht wird, so ist dies schon etwas ganz Besonderes.

Im neuen Straetener Baugebiet „Am Wasserturm” sind im vergangenen Jahr nicht nur viele schmucke Wohnhäuser entstanden, sondern auf Initiative der Eheleute Hans-Willi und Elisabeth Gottschalk auch eine neue Marienkapelle, die jetzt von Pater Theo unter großer Anteilnahme der Straetener Bevölkerung eingeweiht wurde.

„Sie soll ein Ort der Begegnung werden”, so der Wunsch von Pater Theo bereits in der Festpredigt bei der heiligen Messe in der Pfarrkirche. Ein Wunsch, den er vor der Kapellenweihe noch einmal wiederholte und betonte.Ortsvorsteher Heinz Randerath hieß die Gäste, darunter Bürgermeister Josef Offergeld und die Ortsvereine, willkommen und dankte den Eheleuten Gottschalk für ihr Engagement und allen, die durch ihre Spende oder aktive Hilfe zur Realisierung des Kapellenneubaus beitrugen.

„In einer immer hektischer werdenden Zeit bedarf es der Besinnung auf uns selbst und auf unsere christlichen Werte”, so Randerath, der die neue Kapelle als ein Zeichen der Verbundenheit zur christlichen Kultur sieht, aber auch als ein Ort des Nachdenkens und Innehaltens für die Menschen. „Eine Gesellschaft ohne Werte ist eine verlorene Gesellschaft”, trat er denen eindringlich entgegen, die meinten, das in der heutigen „Multikuli-Gesellschaft” Symbole wie eine Kapelle nicht mehr zeitgemäß seien.

„Die Stadt Heinsberg ist stolz darauf, das es in Straeten Bürger gibt, die uneigennützig ein Werk für die Allgemeinheit geschaffen haben”, fasste auch Bürgermeister Josef Offergeld seine Anerkennung und Wertschätzung für das Geleistete in Worte. Nicht allein die Kapelle wurde auf einem privaten Grundstück gebaut und von privater Seite, nämlich der Familie Gottschalk bezahlt. Das gesamte Baugebiet wurde in privater Trägerschaft erschlossen.

Ausdrücklich begrüßte Offergeld bei dieser Gelegenheit die mutige Initiative, mit der in relativ unbürokratischer Art und Weise Bauland für junge Familien erschlossen werden konnte. So galt auch hierfür ein Dank den Initiatoren, dem früheren Ortsvorsteher Hubert Pelzer und Hans-Willi Gottschalk, die mit Sachverstand und Mut ihre Idee umsetzten.

Bei der Erschließung des Baugebietes habe ein Verantwortlicher, nämlich Hans-Willi Gottschalk, ganz offensichtlich den „Draht nach oben” nicht vergessen und als Dank an den Schöpfer diese Kapelle errichten lassen. „Diese innere Einstellung hebt sich wohltuend ab von dem leider viel zu oft anzutreffenden materialistischen Denken vieler Zeitgenossen”, betonte der Bürgermeister.

Hans-Willi Gottschalk habe sich auch von Vorurteilen nicht beeindrucken lassen und mit der Kapelle dem neuen Baugebiet eine besondere Note gegeben und ein Schmuckstück für ganz Straeten geschaffen. Dass diese neue Kapelle von möglichst vielen Bürgern des Ortes als Stätte des Gebetes und der inneren Einkehr genutzt werden möge, war der abschließende Wunsch des Bürgermeisters.

Nach der Weihe durch Pater Theo ergriff Hans-Willi Gottschalk das Wort und dankte allen, die der Feierstunde beiwohnten, aber auch allen, die mithalfen, dass die neue Kapelle realisiert werden konnte.

Musikalisch gab der Instrumentalverein St. Marien der Einweihungsfeier den Rahmen. Fackelträger der Freiwilligen Feuerwehr standen Spalier, und auch die Schützen waren aufgezogen, um ihre Verbundenheit zu zeigen.