Wassenberg: Marienbruch wird bald wasserbaulich saniert

Wassenberg : Marienbruch wird bald wasserbaulich saniert

Das Marienbruch ist eines der beliebtesten Wassenberger Ausflugsziele.

Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer, Jogger und andere Besucher dieser Waldlandschaft werden in den nächsten Monaten die eine oder andere Veränderung im Marienbruch erleben.

Von Alt Holland an der Erkelenzer Straße bis hinunter zum Bereich, der an den Pontorsonplatz angrenzt, wird das Marienbruch wasserbaulich saniert.

Bürgermeister Manfred Erdweg und Tiefbauingenieur Hans-Jürgen Formella erläuterten die Maßnahmen: Entschlammung der Weiher, Sanierung der Einleitungsstelle Regenüberlaufbecken Alt Holland, Sanierung der Dammbauwerke am oberen und unteren Weiher.

Der untere Weiher ist bereits entschlammt. Vor rund drei Monaten, so Formella, sei dort der Damm gebrochen; nun sei der entfernte Schlamm noch seitlich gelagert, um so weit auszutrocknen, dass er abtransportiert werden könne.

Mit der Entschlammung des oberen Weihers, des Hanggrabens und des Hangweihers werde kurzfristig begonnen, hieß es. Gegenwärtig senke man den Wasserspiegel der Weiher ab, um den Fischbestand herausfischen zu können. Geplant sei, die Fische als Erstbesatz in den Gondelweiher zu bringen, der nach der Giftattacke und dem Fischsterben von Anfang Juli auf neue „Bewohner” wartet.

Sind die genannten Weiher trocken gelegt, wird am oberen Weiher der Damm geschlitzt, der Schlamm entfernt und getrocknet. Für das dann folgende Abfahren des Schlammes müssen die Zufahrtswege zeitweise gesperrt werden. Dies, so hieß es, beträfe auch die Wege zum Regenüberlaufbecken Alt Holland und zur Erkelenzer Straße. Die Entschlammung wird zirka zwei Monate dauern.

Die Einleitungsstelle des Regenüberlaufbeckens Alt Holland wird mit Wasserbausteinen neu angelegt. Das Bachbett, so Formella, erhalte eine Steinschüttung, deren Rauigkeit die Wasserkraft breche und so Ausspülungen aus dem Bachbett verhindere. Um mögliche Schlamm-Einträge aus der Einleitung des Regenüberlaufbeckens zu vermeiden, wird dem oberen Weiher noch ein Sandfang vorgeschaltet.

Die unterspülten Dämme am oberen und am unteren Weiher werden künftig mit stählernen Spundwänden gesichert. Sobald diese ins Erdreich gerammt sind, werden die Dämme mit Bodenmaterial neu aufgeschüttet.

Der Ablauf des oberen Weihers erhält am Dammfuß ein so genanntes Tosbecken, das die Geschwindigkeit des herunter schießenden Wassers absenkt. Zudem wird der Gasthausbach im Bereich des Waldes mit Querriegeln bestückt, um den Wasserfluss zu verlangsamen und ein weiteres Einschneiden des Baches ins Gelände zu verhindern. In Kürze wird bereits ein Testriegel eingebaut, um zu beobachten, wie sich das unmittelbar umliegende Gelände entwickelt.

Die Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken und an den Dämmen werden in der laubfreien Zeit zwischen Oktober und Februar ausgeführt; die voraussichtliche Dauer beträgt zirka drei Monate.