Kreis Heinsberg: Mädchen und Jungen blicken hinter Kulissen der Polizei

Kreis Heinsberg : Mädchen und Jungen blicken hinter Kulissen der Polizei

An den im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ stattfindenden Berufsfelderkundungstagen beteiligte sich auch die Kreispolizeihörde Heinsberg und ließ interessierte Schülerinnen und Schüler einen Tag hinter die Kulissen schauen.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 sollen im Rahmen der Initiative schon frühzeitig konkrete Ausbildungs-, Studiums- oder Berufsperspektiven kennenlernen und so einen systematischen Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder ein Studium beginnen.

Begehrte Plätze

Der Ansturm auf einen der begehrten Teilnehmerplätze war so enorm, dass bereits Wochen vor Anmeldeschluss alle Plätze vergeben waren.

Bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg konnten sich nun insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus dem Kreisgebiet einen Einblick in den Polizeiberuf verschaffen. Personalwerber Erik Dohmen führte die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren durch ein vielseitiges Programm.

Aufmerksam hörten sie zu, als sie darüber aufgeklärt wurden, wie wichtig Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und die körperliche Fitness als ­Voraussetzung für den Polizeiberuf seien. Anschließend wurde das Polizeidienstgebäude in Heinsberg einschließlich Leitstelle und Gewahrsamszellen besichtigt. Die Diensthundeführer demonstrierten mit ihren Polizeihunden, wie sie verlorene Gegenstände oder Drogen aufspüren. Der Vormittag wurde damit abgerundet, dass sich die Teilnehmer eine Geschwindigkeitskontrollstelle anschauen durften. Dabei konnten sie auch einmal selbst eine Messung vornehmen.

Nachmittags ging es in die Schießhalle, wo sich die Schülerinnen und Schüler mit den umfangreichen Einsatzmitteln der Polizei beschäftigten. Da wurde der sichere Umgang mit Pfefferspray, Handfesseln und Polizeipistole demonstriert. Dabei durfte auch einmal mit einer Trainingspistole „geschossen“ werden, die gehörigen Respekt unter den potenziellen Nachwuchspolizisten auslöste.

So hatten am Ende des Tages nicht wenige der Teilnehmer schon einen konkreten Berufswunsch — nämlich später einmal Polizist oder Polizistin zu werden.

„Polizeistunde“

Bewerber müssen im Einstellungsjahr die Fachhochschulreife oder das Abitur nachweisen. Haupt- und Realschülern steht der Polizeiberuf ebenfalls offen, sofern sie das Fachabitur nachholen oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung vorweisen können. Zur „Polizeistunde“ lädt der Einstellungsberater der Kreispolizeibehörde regelmäßig ein.

Dabei gibt es für alle Interessierten umfassende Informationen zu Bewerbungsvoraussetzungen, Online-Bewerbung, Auswahlverfahren, Bachelor-Studium der Polizei NRW sowie Berufsperspektiven als Polizeikommissar.