Mädchen aus Tadschikistan muss operiert werden

Mädchen aus Tadschikistan muss operiert werden

Kreis Heinsberg. Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft kennen keine Grenzen.

Und wenn das Geilenkirchener Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) auch normalerweise andere Aufgaben hat, so ist es in diesem Fall etwas Außergewöhnliches, was mit dem Wort Hilfsbereitschaft umschrieben werden kann.

Da gibt es ein junges Mädchen im fernen Tadschikistan, das schwer erkrankt ist und dringend operiert werden muss. Nur fehlt dafür das nötige Geld.

Die 14-jährige Sarnigor Wachidow, Tochter von Bachriddin Wachidow, leidet unter Geschwülsten im Bereich der Bauchspeicheldrüse und des Darmes.

Sie hat eine erste Operation hinter sich und muss wieder operiert werden. Diese zweite, lebensrettende Operation soll in Duschanbe, Tadschikistan, durchgeführt werden. Doch sie kostet 5500 US-Dollar. Das Geld ist nicht vorhanden.

Vater Bachriddin Wachidow gehört zu einer Gruppe osteuropäischer Lehrgangsteilnehmer für Deutschunterricht. Das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr veranstaltet regelmäßig in Zusammenarbeit mit dem Bundessprachenamt in Köln-Hürth Deutschlehrgänge für Verifikationsoffiziere aus osteuropäischen Staaten.

In diesem Jahr unter anderem aus den Ländern der Ukraine, Weißrussland, Rumänien, Usbekistan, Tadschikistan, Georgien und Kasachstan. Einer dieser Lehrgangsteilnehmer ist Bachriddin Wachidow aus Tadschikistan. Hauptmann Wachidow erfuhr während des Lehrgangs von der schweren Erkrankung seiner Tochter Sarnigor.

Deutschlehrer Werner Beine, Klassenlehrer am Bundessprachenamt, hörte von dem Problem seines „Schülers” und wollte helfen. Er bat darum, eine Sammlung durch das Bundessprachenamt durchführen zu dürfen, um der Familie des Lehrgangsteilnehmers und Kameraden helfen zu können.

Das Thema kam auch beim „Gästeschießen” des Zentrums für Verifikationsaufgaben in der Niederheider Selfkant-Kaserne in der vergangenen Woche zur Sprache, und Oberstleutnant Bernd Kleinrahm nahm sich der Sache an.

Im Auftrag des Kommandeurs des ZVBw, Brigadegeneral Hans Hübner, stellte der Presseoffizier den Kontakt zur Aachener Zeitung her. Über die Aktion „Menschen helfen Menschen” soll nun Hilfe geleistet werden.

Wer in diesem konkreten Fall mithelfen möchte, kann unter dem Stichwort „Operation” eine Spende auf das Konto von „Menschen helfen Menschen” (Sparkasse Aachen, BLZ 390 500 00, Konto Nr. 77 66 66) überweisen.

Brigadegeneral Hübner und Oberstleutnant Kleinrahm sind für jede Unterstützung sehr dankbar.