Kreis Heinsberg: Lutz Braunöhler leitet weiter den Katholikenrat

Kreis Heinsberg : Lutz Braunöhler leitet weiter den Katholikenrat

Lutz Braunöhler wird weiterhin den Katholikenrat der Region Heinsberg als Vorsitzender leiten, wurde er doch bei den Vorstandswahlen bei der Vollversammlung im Pfarrzentrum Burg in Hückelhoven einstimmig wiedergewählt.

Ihm als Stellvertreter zur Seite steht Johannes Eschweiler, der ebenfalls ein einstimmiges Wahlergebnis erzielte. Der Vorstand wird komplettiert von den neu gewählten Beisitzern Bruno Bürger, Hermann-Josef Ronkartz, Manfred Schäfer, Steffi Wirth und Bernd Wolters, Geschäftsführer Ralf Zanders sowie Propst Markus Bruns als dem geistlichen Assistenten. Braunöhler und Bürger wurden einstimmig als Delegierte der Region Heinsberg in den Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen gewählt.

Bevor die Mitglieder in der Tagesordnung fortfuhren, gab es noch eine lebhafte Diskussion über ein Schreiben von Bischof Helmut Dieser, in dem alle Priester der Region sowie die Mitglieder der Regionalpastoralräte und der regionalen Katholikenräte gebeten worden waren, persönlich einen Priester aus der Region namentlich als Regionalvikar vorzuschlagen.

Der Regionalvikar soll das neu einzurichtende dreiköpfige Regionalteam, das die Leitung der Region im Zusammenspiel mit dem Regionalpastoralrat wahrnimmt, leiten. Einige Mitglieder des Katholikenrats bekannten, damit überfordert zu sein, zumal sie ja auch nicht wüssten, welche Priester überhaupt Interesse hätten, zumal alle Priester mehr als eingebunden seien in ihren jeweiligen GdG.

Zudem sei der vom Bischof gewählte Weg eine Aushöhlung der bisherigen Strukturen, die für die Wahl des Regionaldekans ein offenes demokratisches Verfahren vorgesehen hätten. Die allgemeine Tenor der Meinungen der Ratsmitglieder war, dass regional durchgeführte ordentliche Wahlen aus Gründen der Partizipation und der Transparenz ein besserer Weg gewesen wären.

Eine Wahl durch Mitglieder einer Wahlversammlung aus Katholikenrat und Regionalpastoralrat hätte den zukünftigen Mitgliedern des Regionalteams zudem eine breitere Akzeptanz in der Region ermöglicht. Es bestand Einvernehmen darüber, bei den Antworten an den Bischof diese Gesichtspunkte besonders herauszustellen, wenn kein namentlich konkreter Vorschlag erfolge.

Schwerpunktsetzung

Schließlich wurde den Mitgliedern Gelegenheit gegeben, Vorschläge zu machen, mit welcher Schwerpunktsetzung der Katholikenrat in der neuen Sitzungsperiode arbeiten sollte. Michael Kock schlug, wie bereits bei der konstituierenden Sitzung vor einem Monat, das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage beziehungsweise bei kirchlichen Investitionen vor.

Zudem könne die Förderung und Koordination von Ehrenamt ein weiteres Thema sein, erklärte er. Bärbel Windelen bewertete das Thema „Bezahlbarer barrierefreier Wohnraum für Menschen mit Handicap und ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund“ als wichtig. „Wie gehen wir mit neuer Armut, die sich an den Tafeln abbildet, um“, fragte Johannes Eschweiler. Auf dieser Thematik könne auch ein Fokus in der neuen Sitzungsperiode liegen, so sein Vorschlag.

Ein weiterer Vorschlag kam von Achim Kück, der wissen möchte, wie Integration von Flüchtlingen im Alltag stattfinde. Christa Nickels hatte wegen ihrer Verhinderung schriftlich ein Projekt vorgeschlagen, das sich mit einer „Regionalen Kirchentour“ beschäftigen soll. Diese Entdeckungsreise zu verborgenen Schätzen in Kirchen und Kapellen solle helfen, die zahlreichen Kunstschätze in Kirchen und Kapellen neu zu entdecken.

Vorsitzender Lutz Braunöhler erklärte, dass der Vorstand bei der Fülle der Vorschläge eine Prioritätenliste zur nächsten Vollversammlung erstellen werde, um dann gemeinsam zu entscheiden, welches Thema als erstes angepackt werden soll.