Wassenberg: Lenker, Denker und bedeutender Impulsgeber

Wassenberg : Lenker, Denker und bedeutender Impulsgeber

„Ist er Aachener oder Wassenberger - oder beides?” Diese Frage können selbst alte Freunde von Hanns Heidemanns nicht schlüssig beantworten, der am Donnerstag, 11. Januar, sein 80. Lebensjahr vollendet.

Zwischen Aachen - väterlicherseits - und Wassenberg - mütterlicherseits - schlägt das Herz dieses außergewöhnlichen Mannes, der als Lenker, Denker und Impulsgeber in all seinen Lebensphasen kritisch nach Spuren suchte, sie ergründete und weitergab.

Mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung wächst dabei seine Sorge um zunehmende Werteverluste im Rhythmus unserer so schnelllebig gewordenen Zeit.

Ein Besuch in seinem kleinen Arbeitszimmer im großmütterlichen Stammhaus von „Tetze Drütt” und „Tante Sofie” gleicht einem ganz persönlichen Museumsbesuch, der an unzählige Ereignisse und Stationen in aller Welt des Generalapothekers a.D. der Bundeswehr erinnert.

1987 schied Hanns Heidemanns aus dem aktiven Dienst aus, um eine Zweitwohnung im Wassenberger Haus und dort ab 1994 seinen Erstwohnsitz zu nehmen. Eine seiner schönsten Erinnerungen ist eine wertvolle russische Ikone. Daneben gibt es auch die kleine „Anna Selbdritt”. Sie ist dem ambitionierten Heimatforscher im profanen wie im sakralen Bereich sehr wichtig.

Sein besonderes Spezialgebiet ist die kirchengeschichtliche Forschung und Vertiefung, die besonders in den beiden Wassenberger Kirchenjubiläen und in der Orsbecker Martinus-Kirche hochinteressante Studienobjekte bietet. Entsprechend groß ist jedes Mal die Begeisterung vieler Heimat- und Kulturfreunde, die diese Vortragsgelegenheiten mit „Geschichte vor Ort” sehr gerne besuchen.