Erkelenz: Lebenshilfe baut Werkstatt im Erkelenzer Gipco

Erkelenz : Lebenshilfe baut Werkstatt im Erkelenzer Gipco

Im Gewerbe- und Industriepark Commerden (Gipco) baut die Lebenshilfe Heinsberg eine Produktionsstätte für behinderte Menschen. Rund 50 der 100 zukünftigen Arbeitnehmer kamen am Dienstag Mittag mit dem Bus, um vor Ort beim ersten Spatenstich des Bauprojektes dabei zu sein.

Im Namen ihrer Kollegen ergriffen Andrea Koch und Detlef Randerath vom Werkstattrat das Wort und betonten, dass das Gelände im Gipco ihnen schon bei der ersten Begehung im vorigen Jahr gefallen habe. Die Kollegen freuten sich darauf, nach Erkelenz zu ziehen und dort auch zu arbeiten.

Der Bau einer neuen Werkstatt war nötig geworden, weil die Betriebsstätte in Oberbruch mit rund 1000 Arbeitnehmern aus allen Nähten platzt. Bei der Planung war die Lebenshilfe schnell auf Erkelenz als Standort gekommen, das bisher für die Lebenshilfe einen weißen Fleck auf der Landkarte darstellte, obwohl viele der Arbeitnehmer aus Erkelenz und Umgebung stammen. Die Gesamtfläche des Grundstücks der Lebenshilfe im Gipco beträgt 9600 Quadratmeter. Davon werden 2200 bebaut.

Die Kosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro zuzüglich 330.000 Euro für die Ausstattung. 80 Prozent der Baukosten werden vom Land NRW, dem Landschaftsverband Rheinland und der Agentur für Arbeit getragen. Geplant sind rund 100 Arbeitsplätze für Behinderte und 25 für Betreuer.

In rund einem Jahr soll der Betrieb aufgenommen werden. Neben drei Werkhallen und einem Förderraum wird die Werkstatt auch ein Hochregallager und rund 450 Palettenstellplätze haben. Darüber hinaus werden mehrere Räume für die Verwaltung, eine Küche und ein Speisesaal mit 96 Plätzen geschaffen.