Kreis Heinsberg: Landrat Pusch wird in seinem Amt bestätigt

Kreis Heinsberg : Landrat Pusch wird in seinem Amt bestätigt

An der Spitze der Kreisverwaltung und des Kreistages wird auch in den kommenden Jahren Stephan Pusch stehen. Der Christdemokrat wurde bei der Landratswahl am Sonntag erwartungsgemäß wiedergewählt. Hatte er bei der Wahl vor fünf Jahren noch 60,8 Prozent erreicht, so kam er auch diesmal auf 59,9 Prozent.

Seine vier Gegenkandidaten blieben letztlich ohne echte Siegchance: Ralf Derichs von der SPD verbuchte immerhin 23,2 Prozent, Maria Meurer von den Grünen 10,3 Prozent, Dr. Klaus Wagner von der FDP 4,1 Prozent und Heiko Glowka von der NPD 2,4 Prozent.

„Landrat für alle“

Wahlsieger Stephan Pusch kommentierte seinen Erfolg am Sonntagabend mit diesen Worten: „Die Bürger haben mein sehr gutes Wahlergebnis von 2009 fast auf den Punkt bestätigt. Darüber freue ich mich unheimlich und werte das als Bestätigung meiner Arbeit in den letzten zehn Jahren. Ich verstehe mein Amt auch so, dass ich ein Landrat für alle sein will. Das drückt sich ja auch in dem Wahlergebnis aus, wenn man Stimmen aus dem anderen politischen Lager erhält.“

Was die politischen Weichenstellungen angeht, war am Abend zwar sicher, dass die CDU weiterhin die stärkste Fraktion sein würde, allerdings war die spannende Frage, ob sie wieder die absolute Mehrheit erreichen würde, lange Zeit nicht endgültig beantwortet. Doch am Ende lag sie 51,3 Prozent und damit fast bei ihrer Ausgangsposition von 51,8 Prozent. Die absolute Mehrheit hatte die CDU damit verteidigt.

Während die Union also nur minimal abrutschte, gab es für die anderen fünf bislang im Kreistag vertretenen Fraktionen Plus oder Minus: Wieder in das „Kreis-Parlament“ einziehen werden die SPD (mit einem Plus auf 22,6 Prozent) und die Grünen (mit einem kleinen Plus auf 10,2 Prozent) sowie die FDP (mit einem Minus auf 4,3 Prozent), die Freien Wähler (mit einem Minus auf 3,0 Prozent) und die Linken (mit einem Minus auf 3,3 Prozent). Neu im Kreistag ist die AfD vertreten, die 3,3 Prozent der Wählerstimmen verbuchte. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte NPD hat wie bereits vor fünf Jahren einen Sitz erlangt haben, erreichte sie doch wieder mehr als einen Prozentpunkt.

Wahlbeteiligung geht zurück

Die Wahlbeteiligung ist gegenüber den Kreiswahlen von 2009 deutlich zurückgegangen: Mit 51,6 Prozent gingen etwas mehr als die Hälfte aller rund 207 300 Wahlberechtigten am Sonntag in ein Wahllokal oder hatten im Vorfeld bereits die Chance zur Briefwahl genutzt. Vor fünf Jahren lag dieser Wert immerhin noch bei rund 55 Prozent.

(disch)