Kreis Heinsberg: Landrat Pusch lobt „eine tolle Bewegung”

Kreis Heinsberg : Landrat Pusch lobt „eine tolle Bewegung”

„Wir haben gar keinen Schwarzen dabei”, entschuldigte sich der kleine König Dominik aus der Pfarre St. Lambertus in Hückelhoven schon gleich an der Tür zur Kantine. Er und seine beiden Begleiter zählten zu den ersten Sternsingern, die am Freitagnachmittag auf Einladung von Landrat Stephan Pusch den Weg ins Heinsberger Kreishaus gefunden hatten.

Noch zuvor gekommen waren ihnen nur die kleinen „gekrönten Häupter” aus Herz Jesu Obspringen, aus Sorge um einen Parkplatz in Nähe des Kreishauses. Nach einem ersten Empfang vor zwei Jahren vor dem Kreishaus und einem zweiten im Heinsberger Jugendheim „Brücke” im vergangenen Jahr gab es diesmal eine richtig große Feier mit Programm im Kreishaus. Grund dafür war der runde Geburtstag der Sternsinger-Aktion, hatten sich Kinder doch in den ersten Januartagen zum 50.Mal für die gute Sache auf den Weg gemacht.

Ein Partnerland gab es diesmal nicht. „Sternsinger für die eine Welt” lautete das Motto, das auch der Landrat nach der Begrüßung durch die Jugendbeauftragten Reiner Lövenich und Ingrid Beiten in seiner Rede aufgriff. Es sei eigentlich nicht ganz neu, betonte er.

Schon länger gehe es darum, dass auch Kinder, denen es nicht so gut gehe, sauberes Wasser hätten, genug zu essen und ein Dach über dem Kopf - „dass die Welt wieder etwas gerechter wird.” Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die Sternsinger bei ihrem Empfang in Berlin „eine ganz tolle Bewegung” genannt. „Genau das gleiche denke ich auch. Ihr seid wirklich eine tolle Bewegung, und Ihr zeigt, was mit einfachen Mitteln, einem kleinen persönlichen Opfer und viel Engagement möglich ist.”

Zwei kleine Könige oder besser gesagt Königinnen aus seiner Heimatpfarre St. Stephanus Kleingladbach pusteten dann gemeinsam mit ihm die Kerzen auf dem „Geburtstagskuchen” aus - 50 Kerzen auf 50 Muffins, die dann an die Sternsinger verteilt wurden.

Über 2000 Botschafter Christi seien alleine in der Region Heinsberg unterwegs gewesen, betonte Regionaldekan Winfried Müller. Im vergangenen Jahr hatten die Sternsinger in der Region Heinsberg mit einem Spendenergebnis von über 218000 Euro das höchste im Bistum erzielt. „Ihr bringt die Botschaft in die Häuser und lasst die Kinder in der einen Welt teilhaben an der Botschaft, an Liebe, Gerechtigkeit und Frieden. Ihr seid wahrhaft Missionare und Missionarinnen”, betonte er.

Klaus Buyel, Präses des BDKJ in der Region, brachte den Segensspruch der Sternsinger am Kreishaus an. Zauberer Willi Mispelbaum bereicherte das Programm vor 300 Gästen mit seinen Verwandlungskünsten. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Percussion-Ensemble der Kreismusikschule unter der Leitung von Ralf Baumann.

Und Ingrid Beschorner, im Büro der Regionaldekane zuständig für die kirchliche Jugendarbeit, verlieh am Rande der Veranstaltung ihrem Wunsch Ausdruck, auch den Aussendungsgottesdienst des Bistums einmal nach Heinsberg zu holen. Sie hofft auf 2016.