Kreis Heinsberg: Landeskongress: JuLis wollen Weg frei machen

Kreis Heinsberg : Landeskongress: JuLis wollen Weg frei machen

Der Landesverband der Jungen Liberalen NRW traf sich zu seinem 85. Landeskongress in der Erkelenzer Stadthalle am Franziskanerplatz. Rund 200 Delegierte berieten und verabschiedeten einen Leitantrag des Landesvorstandes mit dem Titel „Wir machen den Weg frei — Infrastukturpolitik für NRW“.

Der Langenfelder Student Moritz Körner wurde mit 82 Prozent Zustimmung im Amt des Vorsitzenden bestätigt.

Neben dem Leitantrag hatten die Jungen Liberalen aber eine ganze Reihe von Anträgen und Diskussionsthemen im Vorfeld eingereicht. Zum Beispiel zum Wandel von der Braunkohle zur Förderung der Bildung an Rhein und Ruhr. Denn nach Ansicht der Julis ist NRW auch in diesem Bereich Schlusslicht im gesamtdeutschen Ranking. Die Nase vorn habe das Land in negativen Rekorden wie eben den Stauzahlen und Stauzeiten. „Diese liegen über dem Bundesschnitt und sind der Verkehrspolitik von SPD und Grünen geschuldet“, erklärte der Vorsitzende am Rande des Kongresses.

Die inhaltliche Ausrichtung des Landeskongresses orientiert sich jeweils an aktuellen Themen. Im Herbst stand der Juli-Kongress im September 2015 in Bochum im Zeichen der Flüchtlingsdebatte.

In Sachen Verkehrsinfrastruktur schwebt den JuLis ein grundlegender Wandel vor. Dieser reicht von der Förderung von Carsharing und Elektromobilität bis zur Privatisierung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Autobahnen. Zur Verkehrsinfrastruktur gehört nach Ansicht der JuLis auch der Datenverkehr, der angesichts des Anstiegs der Arbeit vom Home Office aus beschleunigt werden sollte. Mit dem Leitantrag, über den die rund 200 Delegierten berieten, wollen sich die JuLis auch für die bevorstehende Landtagswahl im Mai 2017 positionieren. Er rechne mit einem Erfolg der FDP, betonte Körner. Die Marschrichtung „Regierungswechsel“ für Landtags- und Bundestagswahl stehe fest.

Eine typische Delegierte ist Maya Sastges aus Kaarst. Die 18-Jährige engagiert sich seit drei Jahren in ihrem Ortsverband und gehört dem Landesvorstand als Beisitzerin an. Die Jugend ist ihrer Meinung nach nicht so unpolitisch, wie allgemein angenommen werde. „In meinem Freundeskreis werden politische Themen diskutiert“, betonte sie. „Das Interesse ist groß.“ Daher bedauerten beide, Körner wie Sastges, dass die Initiative im Landtag, das Wahlalter für die bevorstehende Landtagswahl auf 16 Jahre zu senken, keinen Erfolg gehabt habe. „Ich bin mir sicher, dass man Jugendliche mit Themen erreichen und schon früh für die Politik interessieren kann“, erklärte Körner.

(hewi)