Kreis Düren: Landarztquote soll im Kreis Düren helfen

Kreis Düren : Landarztquote soll im Kreis Düren helfen

„Es ist gut, die Probleme beim Namen zu benennen — noch besser ist es, Abhilfe zu schaffen. Die Landarztquote kann helfen, eine gute ärztliche Versorgung zu sichern — unabhängig davon, ob die Bürger in Düren oder in Hürtgenwald wohnen“, kommentiert der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Ralf Nolten den Gesetzentwurf zur Landarztquote, den Minister Karl-Josef Laumann (CDU) in diesen Tagen vorgestellt hat.

Zukünftig sollen 7,6 Prozent der Medizinstudienplätze in NRW an Studierwillige vergeben werden, die sich verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Neben Hürtgenwald ist auch in Linnich, Niederzier, Nörvenich, Titz und Vettweiß die ausreichende hausärztliche Versorgung bedroht. Mittelfristig gilt das aus heutiger Sicht auch für Kreuzau.

Die schwierige Lage macht Dr. Patricia Peill (CDU-MdL) deutlich: „Heute haben von 11.000 Hausärzten bereits 40 Prozent das 60. Lebensjahr erreicht. Für 450 jährlich Ausscheidende kommen nur 200 Ärzte nach. Das muss sich ändern.“ Als kritisch wird die Versorgung gesehen, wenn der Versorgungsgrad — nur unter Berücksichtigung von Ärzten, die jünger sind als 60 Jahre — bei unter 60 Prozent liegt.

Beide Abgeordneten begrüßen, dass das von Laumann eingeführte Hausarzt-Aktionsprogramm für kleinere Kommunen angepasst wird: Für neue Niederlassungen, aber auch für die Eröffnung von Zweigpraxen, Anstellungen oder Medizinische Versorgungszentren stehen jetzt bis zu 60.000 Euro pro Fall zur Verfügung.

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