Aachen: Ladies in Black: Auch der Mann fürs Marketing ist neu am Start

Aachen : Ladies in Black: Auch der Mann fürs Marketing ist neu am Start

Insolvenz abgewendet, neues Team, neues Trainergespann — und auch noch ein neuer Marketing- und Sponsoring-Leiter. Viel mehr an Neuem zum Start geht kaum bei den Ladies in Black. Am kommenden Samstag fliegt ab 19 Uhr wieder der Ball übers Netz in der Halle Neuköllner Straße — und Dieter Ostlender wird ganz genau hinschauen.

Schließlich sind die sportlichen Volleyballerinnen sein wichtiges Argument im Bemühen, sowohl die Spielbetriebs GmbH als auch den Mutterverein PTSV Aachen zu vermarkten. Seit gut anderthalb Monaten hat der Aachener seinen Schreibtisch in der Vereinszentrale am Eulersweg stehen. Die Zeichen stehen auf Begeisterung.

Genau die hat den 49-jährigen Vater von drei Kindern zwischen 10 und 23 Jahren nämlich gepackt, als er erstmals in der Halle im Schulzentrum ein Spiel mitverfolgt hat. „Spiel, Zuschauer, Atmosphäre, alles hat mich auf Anhieb geflasht“, berichtet er begeistert von seiner Ersterfahrung mit dem Top-Volleyball in Aachen.

Gelebtes Fair Play

Für ihn sei das Sport auf einer anderen Ebene gewesen, gelebtes Fair Play und eine Stimmung wie sonst beim Eishockey. Als sich dann die Chance bot, am weiteren Entwicklungsprozess der Ladies mitzuwirken, hat Dieter Ostlender nicht lange gezögert.

Jetzt ist er also für Marketing und Sponsoring zuständig. Dies sowohl für den eigentlichen Verein PTSV als auch für die Spielbetriebs GmbH der Ladies. „Hier möchte ich möglichs viele Synergieeffekte erzielen“, sagt er beim Blick auf kommende Herausforderungen. Dies mit einer Mischung aus Geduld, Freundlichkeit und Hartnäckigkeit. Dabei kommt ihm vermutlich seine überaus vielfältige Berufserfahrung zugute.

Die weist Studium im Maschinenbau, Arbeiten in der Immobilienbranche, Wirtschaftsförderung bei der Agit und auch eine Marketingtätigkeit in der Kfz-Branche auf. Überall habe er gelernt, wie unterschiedlich Menschen ticken würden. Marketing hat für den gebürtigen Lichtenbuscher auch etwas mit Marke zu tun: „Das ist mir ganz wichtig, denn der PTSV steht bei aller wachsenden Professionalität auch ein gutes Stück für Familiencharakter.“

Diesen Aspekt will er bewusst nutzen, diese bunte Mischung in der Halle aus Jung und Alt, aus Handwerker- und Professorenstand, aus Volleyballprofis und -laien. Auf die Zuschauer wartet am Samstagabend eine kleine Überraschung, die noch nicht verraten werden soll. Bei allem Neuen gibt es aber auch viel Vertrautes in der Halle, die für ihre Atmosphäre in ganz Volleyball-Deutschland beliebt ist.

Das Team Volley hilft wieder

Wieder am Start ist auch das unverzichtbare Team Volley, in dem sich ehrenamtlich viele Enthusiasten an den Spieltagen beim Auf- und Abbau engagieren. Da passt eine weitere Neuerung ins Bild wie ein Schmetterball ins gegnerische Feld: Um den vom Verband geforderten neuen Hallenboden bereits am Abend vor dem jeweiligen Spiel auszulegen, hat sich eine Gruppe von Oberstufenschülerinnen und -schülern gemeldet.

Ein erster Test verlief perfekt. Für Ostlender steht fest: „Hier sind alle mit Herzblut und viel Freude bei der Sache. Das ist ein Spiegel des Vereins. Und das hat mich bereits nach kurzer Zeit genauso gepackt.“