Heinsberg-Oberbruch: Kunterbuntes europäisch-afrikanisches Miteinander

Heinsberg-Oberbruch : Kunterbuntes europäisch-afrikanisches Miteinander

„Das sind alles Heinsberger, unsere Nachbarn aus Oberbruch, Unterbruch oder Aphoven”, beantwortete Dr. Bernd Bierbaum, der Vorsitzende des Vereins „Wir für Ruanda”, interessierten Besuchern die Frage, woher der Gospelchor stamme, der für so tolle Stimmung beim Afrika-Fest des Vereins sorgte.

Ihre Wurzeln allerdings haben die Chormitglieder in Afrika, wie ihr dunkle Hautfarbe zweifelsfrei erkennen lässt. Formiert hat sich der Chor aus Asylbewerbern aus dem Kongo, die in der Kreisstadt leben. Mit ihren afrikanischen Gesängen und Tänzen boten sie den Besuchern des Festes einen Einblick in ihre kulturellen Bräuche.

Beim mitreißenden Rhythmus der Instrumente und den faszinierenden Gesängen und Tänzen vergaßen sowohl Akteure wie Zuhörer die Zeit und ließen sich ganz in den Bann der Musik ziehen. Dabei waren Chor, Musiker und Tänzer aus dem Kongo nur ein Teil des umfangreichen Unterhaltungsprogramms.

Im Mittelpunkt standen an allen drei Tagen des Afrika-Festes natürlich der schwarze Kontinent und die Menschen, denen die zum Ziel gesetzte Hilfe gilt. Informationstafeln über die verschiedenen Projekte und ein Hobby-Künstlermarkt lockten neben einer mit leckeren Torten bestückten Cafeteria die Festbesucher in die Aula der Hauptschule.

Eine Schlemmermeile mit internationalen Spezialitäten war am Rande des Schulhofes aufgebaut und lockte mit aromatischen Düften die Gäste an. Autohändler unterstützten ebenfalls das Fest mit einer großen Autoausstellung, in der 13Marken mit einer Auswahl der aktuellen Modelle vertreten waren.

Das kunterbunte europäisch-afrikanische Miteinander, das zu den Zielen dieses Festes gehört, wurde auf der Schiffschaukel deutlich, wo schwarze und weiße Kinder sich miteinander in die Lüfte schwangen. Der Erlös des Festes, zu dem auch eine Tombola gehörte, ist für die Realisierung eines Zentrums für Kinder mit einer geistigen Behinderung in Ruanda bestimmt.