Kreis Heinsberg: Kunstlabor im Zeichen der „Metamorphose“

Kreis Heinsberg : Kunstlabor im Zeichen der „Metamorphose“

Nach einer Pause im vergangenen Jahr tritt das Internetportal Kunstlabor.de nun wieder mit einem Live-Event in Erscheinung. An neuem Ort und mit neuem Organisationsteam geht die Veranstaltung mit Künstlern und Musikern aus dem Kreisgebiet in die neunte Runde.

Am dritten August-Wochenende präsentieren mehr als 25 Künstler sowie Musiker ihre Arbeiten und ihr Können. Zu verdanken ist dies einem siebenköpfigen Gremium, das die Organisation des Online-Portals und des Events von Michael und Silvia Kempe übernommen hat. Die beiden hatten vor rund zwölf Jahren das Kunstlabor als Online-Portal für Kunst aus dem Kreis Heinsberg gegründet. Im vergangenen Jahr stand das Projekt vor dem Aus, weil die Kempes auch mit ihrem Musikprojekt „e-Tiefengrund“ ausgelastet waren.

„Wenn sich nicht eine Gruppe von Teilnehmern gefunden hätte, um die Organisation selbst in die Hand zu nehmen, wäre das Kunstlabor gestorben“, sagt Georg Blank. Er ist Mitglied des neuen Gremiums, das sich um die Belange des Kunstlabors kümmert. Bei einem Ortstermin auf dem Gelände des ehemaligen Kreuzherrenklosters Haus Hohenbusch in Erkelenz erläuterten die Mitglieder des Gremiums das neue Veranstaltungskonzept.

Kunstlabor war mit dem Live-Event 2006 in der Oberbrucher Altstadt gestartet, ehe dann die ­Erkelenzer Burg von 2007 bis 2013 zur neuen Heimat für diese Veranstaltung wurde. Das bunte Treiben der Künstler lockte jeweils regelmäßig Hunderte von Besuchern in das historische Gemäuer. Ab und zu hatte die Kunst auch eine längere Wirkung. So wurde eine gelbe Rohrinstallation an der Außenwand des Burgturms erst Monate nach der Veranstaltung abmontiert. Anscheinend hatte man sich in Erkelenz schnell an den Farb­akzent gewöhnt.

„Hohenbusch ist ein Austragungsort mit ganz anderen Möglichkeiten“, schwärmt Ingo Veltum. Der Maler und Bildhauer ist ebenfalls Mitglied des Gremiums, das die Leitung des Kunstlabors übernommen hat. „Vor allem ist Hohenbusch barrierefrei, das ist uns wichtig“, erklärt er.

Im Atelier und auf dem angrenzenden Hof werden am dritten ­August-Wochenende die Kunst­aktionen und Kunstausstellungen stattfinden. Gemeinsames Leitthema ist die „Metamorphose“. „Die gemeinsame Arbeit an einem Thema ist etwas, das die Kunst­labor-Events in den letzten Jahren ausgezeichnet hat“, betont auch Marlen Krings. Die Malerin wird auch eigene Texte vorstellen, die das Thema widerspiegeln.

Auch musikalisch setzen die Macher neue Akzente. Neben der „Kunstlabor-Hausband Mother‘s Cake und dem Duo Eigenarts soll auch mit der Heavy-Metal-Band Tantrum ordentlich auf den Putz gehauen werden.

Was das Internetportal www.kunstlabor.de angeht, so wurde das Netzwerk von Künstlern aus der Region „ausgemistet“, wie Georg Blank es formulierte. „Die Karteileichen haben wir erst einmal gelöscht, denn es soll ja ein aktiver Austausch entstehen.“ Von den einstmals rund 150 Mitgliedern sind etwa 40 übrig geblieben, Tendenz wieder steigend. „Das Interesse am Austausch und an der Vernetzung ist weiterhin vorhanden“, weiß Blank. „Die Marke Kunstlabor ist bei den Leuten durchaus bekannt.“

Nun hoffen die Organisatoren, dass die Kunstfreunde auch an beiden Veranstaltungstagen den Weg zum Haus Hohenbusch in Erkelenz finden.

(hewi)