Pier: „Kunst trifft Handwerk“: Erfahrbare Kunst für Jedermann

Pier : „Kunst trifft Handwerk“: Erfahrbare Kunst für Jedermann

Das Motto „Kunst trifft Handwerk“ impliziert Begegnung, und diese fand in der Schreinerei Freialdenhoven am Sonntag tatsächlich auf vielfältige Weise statt. Bereits zum vierten Mal hatte Rainer Freialdenhoven seine Hallen und das Werkstattsgelände der Kunst zur Verfügung gestellt.

Mit der Ausstellung erbrachte er den visuellen Nachweis, wie nahe Kunst und Kunsthandwerk dem alltäglichen Handwerk sein können und andererseits doch wiederum wie weit entfernt.

Ohne das Durchhaltevermögen und den Mut zu unkonventionelle Lösungen der Hauptorganisatorin Stefanie Freialdenhoven und ihres Teams wäre es kaum möglich gewesen, eine Ausstellung dieser Größenordnung mit zehn Künstlerinnen, Künstlern, Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern zu präsentieren.

Der Erfolg der voraus gegangenen, im zweijährigen Turnus organisierten Veranstaltungen hat sich unter Kunstfreunden herumgesprochen, und so wurde auch die vierte Auflage ein großer Publikumserfolg. Dazu beigetragen hat sicher auch das außergewöhnlich ansprechende äußere Ambiente, das diesmal bei angenehm empfundenem Wind zu hochsommerlichen Temperaturen eine mediterrane Atmosphäre ausstrahlte und ein Bohème-Feeling aufkommen ließ.

Passend dazu hatte man die Gelegenheit, am Stand von Jacques‘ Wein-Depot ein Gläschen Rebensaft zu verkosten. Neben Stefanie Freialdenhoven mit Acrylmischtechniken trugen Susanne Anemüller (Stahlobjekte), Susanne Gunkel-Lüttgen (Schmuckgestaltung), Ilse Heller (Seidenmalerei), Jutta Koch (Keramik Edelstahl), Michael Küpper (Druckgrafiken), Rosemarie Küpper (Kalligraphien), Christel Schoenen-Schlotz (Malerei), Werner Sobotta (Skulpturen) und Diana Riley (Malerei) zu dem abwechslungsreichen Kunsterlebnis bei.

Das rundum gelungene Konzept der Präsentationen verstärkte die Zugangsmöglichkeit zu den einzelnen Werken nicht nur im räumlichen Sinn, sondern auch in der individuellen Wahrnehmung. Intensive Beschäftigung in Gesprächen mit den Künstlern, das Fachsimpeln und Plaudern in kleinen Gruppen, das entspannte Verweilen auf einer Holzbank am Ufer eines Teichs — wenn Kunst so angeboten wird, dann wird sie zum Genuss, auch für den ihr ansonsten nicht unbedingt nahe stehenden Gast.

(jago)