Kreis Düren: Kunst entsteht aus Papprohren

Kreis Düren : Kunst entsteht aus Papprohren

. Das erste Ausbildungsjahr zur Heilerziehungspflegerin haben Yvonne Kurth, Katharina Galinski, Janinie Werner und ihre Mitschülerinnen des Nelly-Pütz Berufskollegs im Kreis Düren hinter sich. Bisher war die Ausbildung theoretisch.

Zum Abschluss des ersten Jahres ist es für die drei jungen Frauen aber praktisch geworden. Im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) des Landschaftsverbands Reinland in Düren-Birkesdorf haben die drei Auszubildenden zwei Wochen mit geistig behinderten Menschen gearbeitet. Und zwar kreativ.

Dazu haben die angehenden Heilerziehungspflegerinnen im HPZ ein Kunstprojekt umgesetzt. Die massiven Pappkernrohre, die üblicherweise den Mittelpunkt von großen Industriepapierrollen bilden, dienten als Grundlage.

„Wir haben die Rohre dann mit Techniken dekoriert, die wir im Kunstunterricht gelernt haben”, erklärten die drei Schülerinnen. „Wichtig ist, dass die Teilnehmer aus dem HPZ hier selbstbestimmt arbeiten können.”

Im Garten aufgebaut

Das fertige Kunstobjekt ist anschließend im Garten der Einrichtung aufgebaut worden. Es erfüllt aber noch eine weitere Funktion: In Kürze werden die insgesamt fünf Projekte, die der Ausbildungsjahrgang absolviert hat, den Neulingen am Nelly-Pütz Berufskolleg vorgestellt.

Montessouri-Pädagogik, Sterbebegleitung, Erlebnispädagogik und Mobilisation waren die anderen Projekte. Bei letzterem ging es darum, herauszufinden, an welchen Stellen die Stadt Düren rollstuhlgerecht ist.

Der Kontakt zum HPZ ist über eine Lehrerin des Berufskollegs zustande gekommen. „Jetzt nehmen wir häufiger Praktikanten von der Nelly-Pütz Schule”, erklärte Thorsten Valentin, der Leiter des Heilpädagogischen Zentrums. Schließlich helfe die Zusammenarbeit beiden Seiten.

Das HPZ könne sein Team kurzfristig mit engagierten Mitarbeitern verstärken. Und die angehenden Heilerziehungspfleger erhalten einen Einblick in die Praxis ihres späteren Berufs.