Kreis Heinsberg: Kunden sind verunsichert, aber: „Einlagen sind sicher”

Kreis Heinsberg : Kunden sind verunsichert, aber: „Einlagen sind sicher”

Die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten dominieren die Schlagzeilen. „Von Tag zu Tag zunehmend fragen unsere Kunden nach, ob ihr Geld noch sicher sei und bis zu welchem Betrag.

Ich habe großes Verständnis für diese Verunsicherung, da ja täglich neue Hiobsbotschaften über Probleme von Kreditinstituten verkündet werden. Die Tatsache, dass eine amerikanische Investmentbank insolvent wurde und das staatliche Rettungspaket für US-Banken heftig umstritten ist, fördert sicherlich diese Verunsicherung noch”, erklärte Lothar Salentin, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg in einem Interview.

„Die internationale Finanzmarktkrise lässt auch Privat- und Firmenkunden am heimischen Bankschalter nicht kalt. Unsere Kunden fragen vermehrt nach, ob die seit über einem Jahr anhaltende Finanzmarktkrise auch die Genossenschaftsbanken betrifft. Angesichts der Vehemenz der Finanzmarktkrise sind die Sorgen der Menschen allerdings verständlich”, sagte Dr. Veit Luxem, der Sprecher der Genossenschaftsbanken im Kreis Heinsberg.

„Die Einlagen der Kunden der Kreissparkasse Heinsberg sind absolut sicher”, betonte Salentin. „Das Geschäftsmodell der Kreissparkasse, regional tätig zu sein, ermöglicht stabile Betriebsergebnisse bei beherrschbaren Risiken. Wir verwenden die Gelder der Kunden in erster Linie für die Vergabe von Wohnungsbaukrediten an unsere Privatkunden und für die Vergabe von Geschäftskrediten an mittelständige Unternehmen im Kreis Heinsberg. Neben unserer Stabilität und Bonität greifen die Instrumente der Einlagensicherung im Haftungsverbund der Sparkassenfinanzgruppe. Sie bewirken, dass Kundengelder in unbegrenzter Höhe gesichert sind. Alle deutschen Sparkassen würden bei Bedarf füreinander einstehen und haften. Ich kann feststellen: Bisher hat noch nie ein Kunde einer Sparkasse einen Verlust seiner Einlagen erlitten und dies wird auch so bleiben.”

„Bei den Genossenschaftsbanken sind Spareinlagen, Sparbriefe, Termin- und Sichteinlagen sowie eigene Inhaberschuldverschreibungen zu 100 Prozent gesichert. Für die Stabilität des genossenschaftlichen Finanzverbundes sorgt auch die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Sie schützt die Einlagen der Kunden ohne betragliche Begrenzung”, so Luxem. Die Sicherungseinrichtung des BVR praktiziere seit über 70 Jahren den so genannten Institutsschutz.

Deshalb habe noch kein Mitglied und kein Kunde einer der Sicherungseinrichtung angeschlossenen Volksbank oder Raiffeisenbank, und dies sind alle Genossenschaftsbanken des Kreises Heinsberg, einen Ausfall oder Verlust seiner Einlagen hinnehmen müssen.” Dies gelte auch für die Inhaberschuldverschreibungen von Genossenschaftsbanken, die gleichfalls ausfallgeschützt seien.