Erkelenz: Kulturamt mit zusätzlichen Veranstaltungen

Erkelenz : Kulturamt mit zusätzlichen Veranstaltungen

„Es wird mehr als kostendeckend Miete gezahlt”, versicherte der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Dr. Hans Heiner Gotzen, den Mitgliedern des Kultur- und Sportausschusses in Bezug auf die zusätzlichen Kulturveranstaltungen, die bei der Ausschusssitzung im Kaminzimmer des Herrenhauses von Haus Hohenbusch bei Hetzerath vom Kulturamt vorgestellt wurden.

Voran gegangen war eine Frage von Sozialdemokrat Willi Jansen. Er wollte wissen, was genau „in Verbindung mit der Stadt” bei sämtlichen Sonderveranstaltungen des Städtischen Kulturprogramms 2003/2004 in der Erka-Halle zu bedeuten habe.

Ob damit ausschließlich Kosten gemeint seien. Ganz im Gegenteil, konnte ihm beteuert werden.

So könne die Erka-Halle nur für die Stadt Erkelenz frei gegeben werden, damit kein anderer auf diese Halle Ansprüche erheben könne. Daher müsse die Stadt auch die Halle für Großveranstaltungen freigeben, wie etwa für die „Lachende Erka-Halle” mit Bernd Stelter und Markus Maria Profitlich, eine Veranstaltung vom „Et Zweijestirn” (Carsten Forg und Roland Jansen), die damit am 4. Oktober ihr zehnjähriges Bestehen feiern wollen.

Neben der Kostendeckung sorge die Stadt auch dafür, dass durch solche Sonderveranstaltungen kein Schulsport beeinträchtigt wird. Ähnlichen Erklärungsbedarf gab es auch bezüglich der Ausstellungen in Haus Spiess.

Es sei schon merkwürdig, dass Künstler in anderen Städten zahlen müssten, um in öffentlichen Gebäuden ausstellen zu dürfen und hier nicht, hieß es. „Wir laden als Stadt ein. Das ist eine städtische Veranstaltung”, entgegnete der Vorsitzende des Kulturausschusses, Hatto Haak.

Wenn die Künstler auf eigene Initiative hin eine Ausstellung machen wollten, dann sehe das ganz anders aus. Doch so zahlt die Stadt für Ausstellungen in Haus Spiess die Einladungen, 200 Euro für den Künstler, 100 Euro für den Redner sowie die Getränke, berichtete Kulturamtsleiter Heino Knippertz auf Anfrage.