Wassenberg: Kuchen des Prinzen schmeckt nach mehr

Wassenberg : Kuchen des Prinzen schmeckt nach mehr

„Backe, backe Kuchen”, der alte Kinderreim wetteiferte mit dem 118 Jahre alten „Wassenberg Alaaf” während des wunderschönen Gala-Abends im dicht besetzten Forum der Betty-Reis-Gesamtschule.

Das „Kuchenbacken” galt dem Prinzen Thomas I. (Windeln), der als „Prinz ohne Prinzessin” und Konditor mit süßen Sachen umgehen kann und von den Hofdamen Antje und Gabi respektvoll bei seinen tollen Auftritten unterstützt wurde.

Die KG „Kongo” tat mit diesem Prinzen einen guten Griff in einer Sitzung, die zu den schönsten und stimmungsvollsten der vergangenen Jahre zählt.

Nach der Begrüßung durch Kongo-Präsident Jochen Schumann und der Verabschiedung der vorjährigen Tollitäten Bernd und Brigitte Kremers stieg die erste große Überraschung mit der Ehrung des Silberjubiläums-Prinzenpaares Erich und Elfi Palenga. 25 Jahre zurück griff die KG Kongo, als der damalige Chef der weithin gerühmten Wassenberger Fanfarenband, Erich Palenga, zu seiner eigenen Überraschung zum Prinzen gekürt und von seiner Band am Rathaus mit Fanfarenklängen begrüßt wurde.

Die selben Jungs von damals, nur etwas fülliger und mit kleinen „Haarkränzen”, spielten jetzt dem Jubelpaar den gleichen Fanfarenmarsch unter dem Jubel der Karnevalsfreunde. Die Überraschung war perfekt, zumal auch noch die diesjährige Kinderprinzessin Jessica I. mit ihren Pagen dem Jubiläums-Großelternpaar gratulierte.

Die Jugend zeigte beim Gala-Abend, dass die Zukunft der KG. Kongo gut aussieht. Alle Tanzgarden in Großformat, begonnen bei den allerliebsten Bambinis über die Jugendgarde mit Tanzmariechen Yvonne Vaehsen bei ihrem ersten Auftritt und die Prinzengarde in einem rassigen Showtanz gaben sich frisch, fröhlich und temperamentvoll.

Alle Uniformen hatte Agnes Schaffrath, die Mutter der Kongo-Kompanie, wieder in vielen Stunden genäht. Höhepunkt im tänzerischen Bereich waren wieder Fabian und Anne Meerkötter, das süße Tanzpärchen (sieben und neun Jahre alt) im kirschroten Kostüm, die bereits zum zweiten Male Kreismeister wurden und eine verheißungsvolle Zukunft vor sich haben.

Zackiger Matrosentanz

Die tanzenden Kongo-Frauen kamen diesmal in einer szenisch aufgepeppten Pop-Show. Die Stadtgarde mit ihrer tanzenden Marketenderinnen Jennifer Kremers war ein besonderer Pluspunkt im eigenständigen Programm. Den Höhepunkt bildete der Elferrat selber mit seinem zackigen Matrosentanz in schneidiger Uniform unter dem Kommando von Jochen Schumann.

Die Büttenredner kamen - mit Ausnahme von Willy Fuchs, einem hoffnungsvollen Wassenberger Talent - von auswärts. Die „Singenden Wirte” aus Straeten erwiesen sich als tolle Stimmungsmacher mit Stimme und Temperament.

Iris Hauser, eine schwergewichtige „Callas us Kölle”, die musikalischen „Klevbotze” und zum Schluss die „Poeter Showfanfaren” komplettierten den Reigen. Das Trommler- und Pfeiferkorps Wassenberg in rot-schwarzem Dress marschierte fleißig ein und aus.

Heike Uerschels war als Hoppeditz im Großeinsatz. Die Technik war auf der Höhe, das schöne Bühnenbild „stimmte”. „Der Kuchen von Prinz Thomas I. war locker, duftig und schmeckte nach mehr” war die einhellige Meinung der fröhlich gestimmten Gäste. Der Wassenberger Karneval 2004 ist auf vollen Touren.