Kreis Düren: Krischer befürchtet starke Einbrüche bei energetischer Sanierung

Kreis Düren : Krischer befürchtet starke Einbrüche bei energetischer Sanierung

Im vergangenen Jahr förderte die „Kreditanstalt für Wiederaufbau” (KfW) nach Angaben des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer die energetische Sanierung von 1236 Wohnungen im Kreis Düren mit insgesamt 16 Millionen Euro an Krediten.

So viele Maßnahmen werden es in diesem Jahr wohl nicht mehr werden, kritisiert der Dürener, dass die bundeseigene Förderbank ihre Programme „Energieeffizient Sanieren” zum 1. September erheblich kürzt. So werde der Programmbereich „Einzelmaßnahmen” - darunter fallen Dämmung, Heizungserneuerung, Fensteraustausch oder Lüftungseinbau - komplett gestrichen. Sondermaßnahmen wie der Austausch von Nachtspeicheröfen würden ebenfalls nicht mehr gefördert.

„Die Ursache für die erneuten Verschlechterungen in den KfW-Programmen sind die von der Bundesregierung drastisch reduzierten Haushaltsmittel in diesem Bereich von 2,2 auf 1,35 Milliarden Euro in 2010. Im nächsten Jahr sollen es nach den Haushaltsplanungen der Bundesregierung sogar nur noch 450 Millionen Euro sein”, erklärt Krischer, der die Kürzungen nicht versteht. „Jeder Förder-Euro löst acht Euro Investitionen aus. Die Programme finanzieren sich damit schon über höhere Mehrwertsteuereinnahmen von selbst”. Dies würden selbst Studien der Bundesregierung belegen.

Die Kürzungen wirken sich laut Krischer auch in unserer Region ganz konkret aus. „Leidtragende sind Wohnungseigentümer, die eine Sanierung nun nicht mehr finanzieren können, Mieter, die eine unverändert hohe Heizkostenrechnung haben werden, Handwerksbetriebe, denen die Aufträge fehlen und das Klima, das mit unnötigen Kohlendioxid-Emissionen belastet wird.”