Kreis Düren: Kreisvorstand der Grünen will Mitglieder werben

Kreis Düren : Kreisvorstand der Grünen will Mitglieder werben

Ein gutes halbes Jahr ist seit der Wahl des neuen Kreisvorstandes der Grünen verstrichen. Ein neues Team um die Sprecher Carmen Heller-Macherey (Düren) und Sebastian Steininger (Jülich) sowie den Schatzmeister Christian Andrä (Langerwehe) hat die langjährigen Vorsitzenden Oliver Krischer (seit 2005) und Astrid Hohn (seit 2011) abgelöst und die Arbeit aufgenommen.

Krischer, seit 2013 als stellvertretender Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion bundesweit ein gefragter Gesprächspartner, dürfte zwar auch weiterhin das Aushängeschild der Kreisdürener Grünen sein, hat sich aus zeitlichen Gründen aber aus dem operativen Geschäft vor Ort zurückgezogen.

Für das neue Team ist das kein Makel: „Bei uns stehen Themen, keine Köpfe im Mittelpunkt“, gibt sich Andrä selbstbewusst. Dabei setzt der neue Kreisvorstand auf die klassischen Themen der Partei: Umweltschutz, Tierschutz, Braunkohleausstieg möglichst bis 2030; aber auch auf die drängenden Fragen der Zeit: Digitalisierung, Ausbau des ÖPNV und der Elektromobilität. „Und wir stehen für Menschenrechte, für Asyl und ein gute Integration von Flüchtlingen“, betont Heller-Macherey, die 25 Jahre Erfahrung als Sprecherin des Ortsverbandes Düren mitbringt.

Und über diese Themen will der Kreisvorstand in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt ins Gespräch mit den Bürgern kommen, um im Idealfall neue Mitglieder für die Partei gewinnen zu können. Erste positive Reaktionen habe es bereits bei drei Aktionen zum Thema „Wildbienen“ in Vettweiß, Merzenich und Inden gegeben. Aktuell zählen die Grünen im Kreis 209 Mitglieder, aber weitaus mehr Sympathisanten, wie die Wahlergebnisse zeigen.

Alle Optionen offenhalten

Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 will der Kreisvorstand im November mit der programmatischen Arbeit beginnen. Trotz erfolgreicher Zusammenarbeit mit der CDU auf Kreisebene will sich der neue Kreisvorstand alle Optionen offenhalten. „Wir wollen keine Kooperation ausschließen, außer mit der AfD“, ist der eindeutige Tenor.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Kreisdürener Grünen in zwei Jahren neue Wahlkampfwege einschlagen wollen, weg von der klassischen Plakatwerbung und den Flyern, die schnell wieder im Papierkorb landen, hin zu mehr Informationen über soziale Netzwerke im Internet und der Übertragung von Podiumsdiskussionen im Netz eventuell auch mit Chat-Funktion wie zuletzt beim Thema Schlachthof, erklärt Beisitzer Giacomo Klingen. Dazu hat der Kreisvorstand eigens einen Arbeitskreis Medien und Kommunikation gegründet, der auch für einen neuen Internetauftritt der Grünen im Kreis Düren sorgen soll.

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