Kreis Heinsberg: Kreisverkehrswacht: Den Schulweg vor dem Schulstart üben!

Kreis Heinsberg : Kreisverkehrswacht: Den Schulweg vor dem Schulstart üben!

Am 29. August beginnt in Nordrhein-Westfalen das neue Schuljahr. Für die Erstklässler ist der Schulstart in der Regel auch der Start in eine eigenständige Mobilität. Damit dieser möglichst sicher gelingt, rät die Kreisverkehrswacht Heinsberg allen Erziehungsberechtigten, bereits vor dem Schulbeginn mit den angehenden i-Dötzen den Schulweg zu üben.

„Wer schon aus den Ferien zurück ist, sollte die Zeit bis zum Schulstart nutzen, um mit seinem Kind mehrmals den Weg zur künftigen Schule und zurück abzulaufen“, erklärte Johannes Kiwitt, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht. „Der sicherste Weg zur Schule muss übrigens nicht der kürzeste sein. Ein Umweg ist dann sinnvoll, wenn man damit eine Gefahrenstelle umgehen kann.“ Auf dem Weg sollte mit dem Kind über das richtige Verhalten an unübersichtlichen oder eventuell gefährlichen Stellen gesprochen werden. Auch ist es laut Kreisverkehrswacht sinnvoll, sich bei der Schule nach Schulwegplänen zu erkundigen. Viele Grundschulen würden Karten anbieten, auf denen die sichersten Wege zur Schule eingezeichnet seien.

Besonders sollte man darauf achten, dass die i-Dötze wissen, wie sie sicher eine Straße oder Kreuzung überqueren. Aber auch an Ein- und Ausfahrten müssen sie besonders vorsichtig sein. Eine Übersicht über die Punkte, die auf dem Schulweg zu beachten sind, finden Interessierte im Internet auf der Website der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen.

„Nachdem man den Schulweg mehrmals gemeinsam geübt hat, ist es Zeit für einen Rollentausch. Dann sollte sich Mama oder Papa vom Kind führen lassen. Dabei soll es dem Erwachsenen erklären, warum es sich wie verhält“, empfiehlt Vorsitzender Johannes Kiwitt.

Auch wenn das Kind bereits sicher unterwegs ist, sollte es zu Schulbeginn noch einige Mal zur Schule begleitet werden. Erst wenn man ganz sicher sei, dass es Absprachen befolge und das Gelernte beherzige, sollte es allein zur Schule gehen.

Das Kind mit dem Auto zur Schule zu fahren, ist aus Sicht von Johannes Kiwitt keine gute Idee: „Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte das Kind zu Fuß gehen. Nur im realen Verkehrsgeschehen lernen die Erstklässler, wie sie sich sicher verhalten. Und wer sich an der frischen Luft bewegt, schüttelt die letzte Müdigkeit ab und kann dem Unterricht besser folgen.“ Das Auto sollte nur zum Einsatz kommen, wenn die Schule zu weit entfernt sei und auch kein Schulbus genutzt werden könne.

Diejenigen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen müssten, sollten sie nicht direkt vor der Schule absetzen. Damit kein Gedränge entstehe, das wiederum andere Kinder gefährden könnte, sollten die Erziehungsberechtigten in einiger Entfernung zur Schule anhalten. „Dabei darf das Kind immer nur zur Bordsteinseite aussteigen“, unterstreicht Johannes Kiwitt. ­„Außerdem müssen Kinder, ganz gleich wie kurz die Strecke ist, immer korrekt gesichert werden.“

Mittlerweile wurden laut Verkehrswacht im Umfeld einiger ­Schulen auch Hol- und Bringzonen eingerichtet, von denen aus die Kinder sicher zur Schule laufen könnten.

Die Kreisverkehrswacht Heinsberg vergaß in ihrer Information nicht, allen Erstklässlern und ihren Eltern „einen sicheren und erfolgreichen Schulstart“ zu wünschen.