Erkelenz: Kreisverkehr soll Unfälle verhindern

Erkelenz : Kreisverkehr soll Unfälle verhindern

Ein dicker orangefarbener Farbklecks in der Mitte der Kreuzung und ein groß angelegter Kreis farbiger Markierungen rundherum deuten schon an, was geplant ist auf der Kreuzung der Landstraße 19 zwischen Erkelenz und Gerderath mit der Kreisstraße 29 zwischen Matzerath und Schwanenberg: ein Kreisverkehr.

Die Initiative dazu hat die Unfallkommission im Kreis Heinsberg ergriffen, nachdem sich hier Ende vergangenen Jahres gleich drei Unfälle mit schwer verletzten Personen ereignet hatten. Die Leitung dieses Gremiums liegt beim Straßenverkehrsamt des Kreises, beteiligt sind darüber hinaus die Kreispolizeibehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW sowie die Straßenmeisterei des Kreises und die jeweils betroffenen Kommunen. Seit 1994 wird der Umbau dieser Kreuzung zu einem Kreisverkehr immer wieder diskutiert.

Das Problem in Zeiten nicht mehr so gut gefüllter öffentlicher Kassen: Ein Kreisverkehr, wie er hier durch den Landesbetrieb Straßen NRW gebaut werden müsste, kostet zwischen 250.000 und 300.000 Euro. Selbst eine Signalanlage würde mit 70 bis 80.000 Euro zu Buche schlagen. Das Besondere an dieser Art von Kreisverkehr ist nicht nur, dass er mit wesentlich geringerem Aufwand realisiert werden kann, sondern auch seine Ausgestaltung. So hat er anders als bekannte Kreisverkehre keine optische Erhöhung in der Mitte. Die Verkehrsteilnehmer werden darauf aufmerksam gemacht, indem sie vor dem Kreisverkehr durch rot-weiße Warnbaken gezwungen werden, die Fahrspur zu wechseln, das heißt, auf der früheren Linksabbiegespur in den Kreisverkehr hineinzufahren.

Für den Landesbetrieb Straßen NRW, der vom Konzept der Unfallkommission überzeugt ist, kommen für den Bau dieses neuen Kreisverkehrs jetzt Kosten in Höhe von insgesamt nur rund 35.000 Euro zu.