Selfkant-Tüddern: Kreisverkehr muss nicht immer rund sein

Selfkant-Tüddern : Kreisverkehr muss nicht immer rund sein

Lebhaft diskutiert wurde im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Selfkant das Thema Verkehrsberuhigung im Bereich L 228 / Einmündung Driesch in Tüddern.

Die Radfahrer sind in diesem Bereich (von Sittard aus kommend und von der Sittarder Straße aus in die Kreuzung einfahrend) gefährdet. Allerdings ist zu sagen, dass die Benutzer des Radfahrweges von den Niederlanden aus sich leichtfertig in Gefahr bringen, da sie den Radfahrweg verlassen (nicht über die Neustraße in den Kreuzungsbereich einfahren) und sich gleich auf die L 228 begeben. Da am Ende des Radweges eine Verkehrsinsel die Straße weiter verengt, ist hier die Unfallgefahr groß.

Viele Lösungsmöglichkeiten wurden angesprochen, wobei ein Kreisverkehr allgemeine Zustimmung fand. Bürgermeister Herbert Corsten wies jedoch darauf hin, dass fehlender Platz diese Variante zum Scheitern bringen würde. „Ein Kreisverkehr muss nicht rund sein”, entgegnete Heinz Stassen (CDU), und alle schmunzelten. Doch wird seine Idee geprüft, da es die Möglichkeit gibt, bei beengten Platzverhältnissen ovale Kreisverkehre anzulegen, die, von oben betrachtet, etwas „eckig angehaucht” erscheinen.

Ein weiterer Punkt war die Ausbauplanung der Dorfstraße (hinterer Teil / Engelenweg) in Wehr. Hier hatte sich der Ausschuss unter Vorsitz von Willi Peters selbst ein Bild vom Zustand der Straße gemacht, ein Ausbau ist dringend erforderlich. Die Frage war: ein Bordstein rechts und links oder nur an einer Straßenseite, wobei bei Anbringung eines Bordsteines die gegenüberliegende Straßenseite mit einem Gehweg (Seitenstraßen) abgerundet würde. Diese Frage ist ein Kostenfaktor für die Anwohner, sie möchte der Bürgermeister schnellstens informieren und ihnen die Planung vorstellen.

Vertagt wurde auch der Beschluss zum Ausbau der Weidenstraße in Saeffelen. Auch er ist dringend notwendig. Es gibt bei der Auffahrt von der Weidenstraße zur L 228 eine Problemzone mit erhöhtem Unfallrisiko. Wunschvorschlag der Anwohner ist eine neue Straßenregelung (Einbahnstraße), aber dabei tauchen Probleme mit einem Landwirtschaftsbetrieb auf. Der Ausschuss kam auf die Idee, nur ein Teilstück der Weidenstraße als Einbahnstraße zu beantragen. Auch hier werden in Kürze die Anwohner über den Sachstand informiert und Gespräche geführt.

Vorgestellt wurde vom Kämmerer Werner Jans der Bebauungsplan Selfkant Nr. 32 - Tüddern In der Raute. Dort entsteht ein neues Wohngebiet mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern. 31 Baugrundstücke (450 bis 600 Quadratmeter) stehen zur Verfügung, viele Bauwillige (eine Liste umfasst etwa 70) hatten bereits im Vorfeld Interesse angekündigt. Beim Grundstückserwerb muss eine Eigennutzungsklausel unterschrieben werden. Für einheimische Bauwillige wird ein Rabatt bewilligt, junge Familie erhalten den Vorzug.