Kreis Heinsberg/Geilenkirchen: Kreistag lehnt mit großer Mehrheit GK-Kennzeichen ab

Kreis Heinsberg/Geilenkirchen : Kreistag lehnt mit großer Mehrheit GK-Kennzeichen ab

Erwartungsgemäß hat sich der Kreistag bei seiner Sitzung am Donnerstagabend im Heinsberger Kreishaus gegen eine Wiedereinführung des Autokennzeichens „GK” ausgesprochen.

Einem entsprechenden Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung folgte eine große Mehrheit dieses Gremiums. Verzeichnet wurden aber auch sechs Nein (also Stimmen für „GK”) sowie sechs Enthaltungen - zum Teil quer durch die Fraktionen.

Landrat Stephan Pusch warf, als er diesen Tagesordnungspunkt aufrief, die Frage in den Raum, „ob wir keine anderen Probleme in Deutschland haben”.

Auch 40 Jahre nach Gründung des Kreises Heinsberg sei „HS” nach wie vor ein identitätsstiftendes Merkmal, sagte er. Es gab nur wenige Wortmeldungen. So betonte unter anderem die Grüne Maria Meurer, ihr sei der Geilenkirchener Antrag auf Wiedereinführung des Alt-Kennzeichens „zu viel Lokalpatriotismus”.

Für die Fraktion der Partei Die Linke, die sich der Stimme enthielt, prognostizierte Dieter Meurer allerdings, dass der Kreistag wahrscheinlich irgendwann dem Begehren doch nachgeben werde.

Die Stadt Erkelenz hatte bereits 2010 um Unterstützung bei der Wiedereinführung von „ERK” gebeten. Damals hatte sich der Kreistag sogar einstimmig gegen eine Wiedereinführung dieses Kennzeichens ausgesprochen.

In der Verwaltungsvorlage und auch vom Landrat war unter anderem darauf verwiesen worden, dass die von Geilenkirchener Seite genannten Vorteile - im Sinne einer Stärkung der eigenen Identität - lediglich die Städte Erkelenz und Geilenkirchen hätten.

Die übrigen kreisangehörigen Kommunen von einer Wiedereinführung der Kennzeichen „ERK” und „GK” hingegen nicht profitieren würden, gab Pusch zu bedenken.