Kreissparkasse zufrieden mit den Zahlen

Kreissparkasse zufrieden mit den Zahlen

Kreis Heinsberg. „Wir sind zufrieden mit dem Geschäftsergebnis für das Jahr 2004”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, Horst Wiegand, am Dienstag bei einem Pressegespräch in der KSK-Hauptstelle in Erkelenz.

Zum 27. und letzten Mal vor seinem Eintritt in den Ruhestand präsentierte Wiegand die Bilanzzahlen - erneut mit einem insgesamt positiven Fazit.

Besonders stolz sei die Kreissparkasse auf ihr Rekordergebnis im Lebensversicherungsgeschäft und das hervorragende Bauspargeschäft. Auch im Kreditgeschäft sei ein Wachstum erzielt worden, während das Geldanlagegeschäft stagniere.

Wiegand: „Die Ergebnisse bestätigen, dass unsere Kunden uns vertrauen. Dies ist in wirtschaftlich schwieriger Zeit, die von fehlenden konjunkturellen Impulsen und einem enormen Wettbewerbsdruck geprägt ist, besonders wertvoll.”

Überschuss gesteigert

In der Bilanzsumme legte die KSK um 48 Millionen Euro (oder 1,8 Prozent) auf 2,77 Milliarden Euro zu. Das Geschäftsvolumen wuchs in gleicher Höhe auf 2,94Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss konnte um 400.000 auf 4,5 Millionen Euro gesteigert werden, obwohl die Summe der so genannten Wertberichtigungen erneut bei rund zehn Millionen Euro lag.

Das Volumen der im vergangenen Jahr bewilligten Kredite belief sich auf 295 Millionen Euro. Das Wachstum im Gesamtkreditvolumen um 20 Millionen Euro auf nunmehr 1,89 Milliarden Euro stützt sich vor allem auf Kredite für den Wohnungsbau und den privaten Konsum.

Dank niedriger Zinsen und noch existierender Eigenheimzulage erfüllten sich viele den Traum von den eigenen vier Wänden. Aber auch im gewerblichen und kommunalen Kreditsektor gab es Wachstum.

Gewachsen ist auch wieder das Vertrauen in Wertpapieranlagen. Die Umsätze stiegen da auf über 218 Millionen Euro, wobei sich Investmentfonds aufgrund der Risikostreuung großer Beliebtheit erfreuen.

Viele Sparer schichteten ihr Geld von Sparkasseneinlagen (minus 30,7 Millionen Euro) auf Wertpapieranlagen (plus 32,7 Millionen Euro) um. Die Kundenanlagen erreichten bei der KSK zum Jahresende einen Gesamtstand von über 2,15 Milliarden Euro; ein Plus von zwei Millionen.

Zwei Rekorde gab es für die KSK im vergangenen Jahr. Der traurige: Neun Überfälle, mehr als je zuvor, waren zu beklagen. Der erfreuliche: Bei den Lebens- und Rentenversicherungen wurde mit einem abgeschlossenen Volumen von 114 Millionen Euro das beste Ergebnis in der Geschichte der Kreissparkasse Heinsberg erzielt.

Ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei 63 Millionen Euro. Der Boom wurde ausgelöst durch das Alterseinkünftegesetz, das für Vertragsabschlüsse ab 1.Januar 2005 zu einer Besteuerung der Erträge dieser Versicherungen führt.

Zwar ging die Zahl der gezeichneten Bausparverträge gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück, aber 4137 LBS-Verträge mit einem Volumen von 94 Millionen Euro bedeuteten immer noch das drittbeste Vermittlungsergebnis der KSK.

Als ein „hervorragendes Ergebnis” im insgesamt rückläufigen Immobilienmarkt bezeichnete Horst Wiegand auch die Vermarktung von 152Objekten mit einem Volumen von 20 Millionen Euro durch die S-Immobilien GmbH.

Dem gesellschaftlichen Engagement räumte die KSK nach Wiegands Worten erneut einen hohen Stellenwert ein: mit großen Veranstaltungen wie dem Musikfest in Geilenkirchen oder dem City-Lauf in Hückelhoven sowie mit Spenden für soziale, sportbezogene und kulturelle Zwecke in Höhe von insgesamt über 713.000 Euro.

„Trotz Rationalisierungsdruck sind wir nach wie vor einer der größten Arbeitgeber des Kreises Heinsberg”, betonte Wiegand. Die Zahl der Mitarbeiter ging um sechs auf nunmehr 700 zurück; darunter sind 176 Teilzeitkräfte und 31 Auszubildende.