Kreismuseum rückt Lego in den Blickpunkt

Kreismuseum rückt Lego in den Blickpunkt

Kreis Heinsberg. Liebevoll hat er die Legowelt zusammengestellt: Die Sammlung von Hans Lochmann, 49-jähriger Sammler aus Hannover, ist vom 13. März bis 22. Mai im Geilenkirchener Museum zu sehen.

Von der Pirateninsel bis zum Raumschiff, von der Ritterburg bis Harry Potter: Lego ist mehr als nur ein einfacher Baustein. Seit Jahrzehnten beflügelt die Erfindung eines dänischen Tischlers weltweit die Phantasie der Kinder. Die bunten Kunststoffbausteine mit den charakteristischen Noppen kennt fast jeder.

Ihr Name leitet sich übrigens vom dänischen „leg godt”, das heißt „spiel gut” ab. Heute ist die Vielfalt der kreativen Ideen, die im Kinderzimmer mit Lego Gestalt annehmen können, größer denn je. Aber wer erinnert sich zum Beispiel noch an die Serien von Modellautos, die um 1960 auf den Markt kamen?

Eine Ausstellung im Kreismuseum Geilenkirchen, die vom 13.März bis 22.Mai unter dem Titel „Kinderspiel - Sammlerwelten: Lego” läuft, präsentiert eine kleine Kulturgeschichte rund um Lego. Zahlreiche Modelle, Bauanleitungen, Verpackungen und Werbematerialien spiegeln ein Stück Spielzeuggeschichte von den 40er Jahren bis heute wider.

Sie beginnt beim ersten Holzspielzeug unter dem Firmennamen Lego, zeigt den langen Weg zum ausgefeilten „Acht-Knopf-Stein” für stabile Bauwerke und bietet eine Auswahl der klassischen, aber auch der aktuellen Lego-Bausätze zu Themen wie Stadt, Eisenbahn, Technik oder Raumfahrt.

Besitzer all dieser Schätze ist der 49-jährige Sammler Hans Lochmann aus Hannover. Seit Jahren schon stöbert er besonders gerne auf Flohmärkten nach Lego-Steinen, -Prospekten oder -Sortierkästen. Unter dem Titel „Kinderspiel - Sammlerwelten: Lego” sind Teile seiner Sammlung seit 2001 in verschiedenen Museen Niedersachsens zu sehen gewesen und kommen nun erstmals ins Rheinland.

Die Ausstellung zeigt, dass Spielzeug und Zeitgeist untrennbar miteinander verbunden sind. Erwachsene werden im Museum so manches Stück aus ihrer eigenen Kindheit finden, und junge Besucher lernen die Geschichte ihres aktuellen Spielzeugs kennen.

Dass auch Künstler durch die Noppensteine inspiriert wurden, beweisen die Polar-Landschaften von Katja Marhenke im Museumsfoyer: Auf großformatigen bedruckten Leinwänden lässt sie Eisbären durch bizarre Szenerien aus transparenten Lego-Steinen stapfen. Und wer mit Lego bauen und spielen möchte, kann im Museum gleich damit anfangen.

Zur Eröffnung sprechen Landrat Stephan Pusch und in Vertretung des Sammlers Dr. Arne Steinert aus Hannover. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.