Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg warnt am Mittwoch vor Kriebelmücken

Kreis Heinsberg : Kreis Heinsberg warnt am Mittwoch vor Kriebelmücken

Aufgrund hoher Temperaturen muss am Mittwoch, 9. Mai, vor allem im Raum Geilenkirchen und in Heinsberg-Schleiden mit dem Auftreten der Kriebelmücke gerechnet werden.

Nach Auskunft von Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt und Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg vom Montag sammelt sich dieses unscheinbare schwarze Insekt, dessen Aussehen mehr Fliegen als Mücken ähnelt, an windgeschützten Stellen von Rur und Wurm und fällt dann in Schwärmen über Menschen und Tiere her.

Menschen, die Kriebelmückenstiche vermeiden möchten, sollten auf Spaziergänge oder Radtouren in der Nähe der Fließgewässer im Raum Geilenkirchen und Heinsberg-Schleiden verzichten. Generell gilt für die Kriebelmückensaison im Frühjahr: Bei Aufenthalt im Freien an Fließgewässern Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen tragen. Es empfiehlt sich zudem, für unbedeckte Körperteile ein Mückenschutzmittel bei sich zu tragen.

Im Falle von Stichen mit allergischen oder entzündlichen Erscheinungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Für den Schutz der Rinder, die besonders gefährdet sind, werden vom Kreis diese Empfehlungen angegeben: Der beste Schutz gegen den Befall mit Kriebelmücken ist die Aufstallung der Tiere. Eine gewisse Wirksamkeit hat auch ein nur stundenweises Austreiben der Tiere oder ein Austreiben nur zur Nachtzeit, da die Kriebelmücke nur bei Tag sticht.

Auf Dauerweiden sollte der Tierbesitzer wenigstens zweimal täglich und zwar möglichst zur Zeit des Anflugmaximums der Mücken (etwa von 10 bis 12 und vor allem von 17 Uhr bis Sonnenuntergang) den Gesundheitszustand der Tiere überprüfen. Durch rechtzeitige Aufstallung und sofortige tierärztliche Behandlung kann erkrankten Tieren noch geholfen werden. Eine zeitlich begrenzte Wirkung hat das Einsprühen der Tiere mit Mücken abweisenden Mitteln, die bei praktischen Tierärzten zu erhalten sind. Stark riechende Mittel sollten jedoch bei Kühen wegen möglicher Geruchsveränderung der Milch nicht angewandt werden.

Es empfiehlt sich, Weiderinder nicht an einem warmen Tag aufzutreiben, sondern für den Erstauftrieb Tage mit kühlem Wetter abzuwarten, damit sich die Tiere langsam an die Stiche der Mücken gewöhnen können.

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