Kreis Heinsberg: SPD unter 20 Prozent

Kreis Heinsberg: SPD unter 20 Prozent

Kreis Heinsberg. Rund 342 Millionen Bürger in 25 Ländern von Finnland und Schweden im hohen Norden bis Malta und Zypern im tiefen Süden waren aufgerufen, das Europäische Parlament zu wählen.

Von den 183.895 Wahlberechtigten im Kreis Heinsberg nutzten 75.827 die Chance zur Stimmabgabe. Dies waren 41,2 Prozent. Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung noch bei 45,6 Prozent gelegen.

Das vorläufige Endergebnis, das dank rascher Stimmenauszählung durch die fleißigen Wahlhelfer in den Wahllokalen vor Ort an diesem Sonntag bereits um 19.24 Uhr im Heinsberger Kreishaus ermittelt war, bescherte der CDU trotz Verlusten von 2,4 Prozentpunkten mit 56,2 Prozent erneut ein Ergebnis weit über der 50-Prozent-Hürde.

Der CDU-Kreisvorsitzende, Dr.Hanno Kehren aus Hückelhoven, war denn auch in einer ersten Reaktion am Abend „sehr zufrieden”, seien die leichten Verluste doch „verkraftbar”.

Die Tatsache, dass gerade die kleinen Parteien zugelegt hätten, belege das große Protestpotenzial, das in dieser Wahl gesteckt habe.

Und darunter habe die CDU sehr wenig gelitten - im Gegensatz zu den Sozialdemokraten. Besonders erfreute Kehren das Ergebnis aus der Stadt Hückelhoven, wo die CDU gegen den Trend sogar noch leicht zulegen konnte.

Die SPD stürzte im Kreis nach eher mageren 30,0 Prozent im Jahr 1999 auf jetzt nur noch 19,9 Prozent ab - unter die 20-Prozent-Marke also. Besonders heftig erwischte es die Sozialdemokraten dabei in ihren „Hochburgen” Hückelhoven (minus 13,9 Prozentpunkte) und Übach-Palenberg (minus 12,1 Prozentpunkte).

Seine Hauptaufgabe sieht der SPD-Unterbezirksvorsitzende, Franz-Josef Fürkötter aus Übach-Palenberg, nun in den kommenden Monaten bis zu den Kommunalwahlen am 26. September vor allem darin, „all die Engagierten in den Reihen der SPD zu motivieren, nicht den Kopf hängen zu lassen”, wie er an diesem für die Genossen unerfreulichen Abend erklärte.

Sowohl die FDP (plus 5,1 Prozentpunkte) als auch auch die Grünen (plus 2,9 Prozentpunkte) durften sich über Stimmenzuwächse im Kreis freuen, wobei die Liberalen in zwei Kommunen sogar mehr als zehn Prozent verbuchten: in der Gemeinde Selfkant mit 11,0 und in der Stadt Wegberg mit 10,4 Prozent.

Unter den „Sonstigen” kamen vier Parteien über ein Prozent: PDS, Graue, Tierschutzpartei und Republikaner.

So hat der Kreis Heinsberg gewählt

Wahlberechtigte: 183.895

Wähler: 75827

Beteiligung: 41,2 (45,6 )

CDU: 41539 / 56,2 (58,6 )

SPD: 14738 / 19,9 (30,0 )

Grüne: 5714 / 7,7 (4,8 )

FDP: 5734 / 7,8 (2,7 )

Sonstige: 6159 / 8,3 (3,9 )

davon entfielen auf:

PDS: 1070 / 1, 4

Republikaner: 758 / 1,0

Tierschutzpartei: 810 / 1,1

Die Grauen: 853 / 1,2

Die Frauen: 372 / 0,5

NPD: 447 / 0,6

ÖDP: 95 / 0,1

Bibeltreue: 136 / 0,2

Christl. Mitte: 110 / 0,1

Zentrum: 82 / 0,1

BüSo: 48 / 0,1

Deutschland: 273 / 0,4

Unabhängige: 139 / 0,2

Aufbruch: 82 / 0,1

DKP: 65 / 0,1

DP: 157 / 0,2

Familie: 603 / 0,8

PSG: 59 / 0,1

Stimmenzahlen aus allen Wahllokalen im Kreis Heinsberg in unserer Druck-Ausgabe