Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg hält Abfallgebühren stabil

Kreis Heinsberg : Kreis Heinsberg hält Abfallgebühren stabil

Nachdem der Kreis Heinsberg die Gebühren für die Abfallentsorgung, die er den Städten und Gemeinden in Rechnung stellt und die somit indirekt die von den Bürgern zu zahlenden Müllgebühren vor Ort in den Kommunen beeinflussen, zuletzt mehrfach senken konnte, sollen sie im kommenden Jahr stabil bleiben.

Dies geht aus der Vorlage der Kreisverwaltung für den Umweltausschuss hervor, der an diesem Dienstag im Kreishaus tagt.

Der Kreis Heinsberg hatte im Frühjahr 2013 den Transport und die Entsorgung von Rest- und Sperrmüll mit einer Vertragslaufzeit von neun Jahre neu vergeben: an die Schönmackers Umweltdienste, welche die Müllverbrennungsanlage (MVA) Asdonkshof im Kreis Wesel nutzen, und an die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (Mitgesellschafter der MVA Weisweiler). Als Folge der neuen, für den Kreis günstigeren Verträge konnten bereits für 2014 die Gebühren deutlich reduziert werden: um 18 Prozent.

Allerdings hatte der Kreis sicherheitshalber eine Rückstellung gebildet für den Fall, dass im Zuge des geplanten neuen Abfallwirtschaftsplans eine Rückabwicklung der Verträge gedroht hätte. Da beide Entsorgungsverträge ungehindert fortbestehen konnten und soweit weitere Rückstellungen entbehrlich waren, gab es für 2015 eine erneute Senkung — im Mittel um rund 16 Prozent.

Die Kalkulation für 2016, die dem Ausschuss präsentiert wird, weist nun Stabilität bei den Gebühren aus: Die Grundgebühr, die sich nach den Einwohnerzahlen und der Zahl der nicht meldepflichtigen Personen in den Kommunen richtet, sei grundsätzlich den allgemeinen Kostensteigerungen (aufgrund allgemeiner Preissteigerung und geringerer Abfallmengen) anzupassen.

Eine Erhöhung der Grundgebühr von 6,30 Euro auf 6,76 Euro je Einwohner wäre da nach Ansicht der Verwaltung erforderlich. Unter Hinweis auf die Verwendung von verfügbaren Überschüssen wird aber von der Verwaltung vorgeschlagen, die Grundgebühr für das Jahr 2016 bei 6,30 Euro je Einwohner zu belassen. Durch weitere Einsparungen beim Anlagenbetrieb und die nunmehr nicht mehr erforderliche Einstellung von Beträgen zu Risikorückstellungen sei es — unter Berücksichtigung der fristgerechten Auflösung von Überschüssen — möglich, die Gewichtsgebühr für Rest- und Sperrmüll auf der Basis der kalkulierten Abfallmengen für das Jahr 2016 auf 103,00 Euro je Gewichtstonne zu belassen, so führt die Kreisverwaltung weiter aus.

Durch die im Oktober 2010 in Betrieb genommene Schadstoffumschlaganlage auf dem Gelände in Gangelt-Hahnbusch konnte nach Angaben der Verwaltung bereits in den vergangenen Jahren eine Reduzierung der Sonderabfallgebühr auf zuletzt 0,75 Euro je Einwohner erfolgen. Diese Gebühr wäre nun zwar eigentlich minimal auf 0,77 Euro je Einwohner zu erhöhen. Aber auch da schlägt die Verwaltung vor, diese Gebühr unter Verwendung von verfügbaren Rückstellungen für 2016 bei 0,75 Euro je Einwohner zu belassen.

Franz-Michael Jansen, der Ausschussvorsitzende, hatte schon im vergangenen Jahr von einer „Erfolgsstory“ beim Thema Abfallentsorgung gesprochen. Kaum jemand müsse so geringe Gebühren zahlen wie die Bürger im Kreis Heinsberg.

(disch)