Kreis Heinsberg: Kreis Heinsberg besetzt zwei zusätzliche Rettungswagen

Kreis Heinsberg : Kreis Heinsberg besetzt zwei zusätzliche Rettungswagen

Bei der Notfallrettung ist seit 2005, als der aktuelle Bedarfsplan für den Rettungsdienst im Kreis Heinsberg vom Kreistag beschlossen wurde, ein Anstieg der Einsatzzahlen festzustellen.

Dies berichtete Wilhelm Schulze für die Kreisverwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales. So sei allein im Jahresvergleich von 2007 zu 2008 mit einer rund 16-prozentigen Zunahme eine erhebliche Veränderung zu registrieren.

„Um die bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung aktuell auf Bedarfsplanniveau zu halten”, so die Verwaltung, solle noch in diesem Jahr sowohl im nördlichen als auch im südlichen Kreisgebiet ein zusätzlich besetztes Einsatzfahrzeug vorgehalten werden. Es handelt sich um Rettungswagen, die - wie auf Nachfrage zu erfahren war - wahrscheinlich aus dem Reservebestand genommen werden sollen.

Die Krankenkassen seien im Rahmen der derzeit laufenden Gebührenverhandlungen für den Rettungsdienst über die Entwicklung informiert worden und hätten den vom Kreis beabsichtigten Handlungsrahmen für einen Übergangszeitraum von zunächst sechs Monaten anerkannt. Auch den Krankenkassen sei diese erhöhte Frequenz in der Notfallrettung bekannt; diese Entwicklung sei nicht nur im Kreis Heinsberg zu beobachten.

Laut Kreisverwaltung haben die beauftragten Hilfsorganisationen (Malteser und Johanniter) zugesagt, den zusätzlichen Bedarf im Rettungsdienst zu stellen. Der Kreis habe gegenüber den Krankenkassen betont, dass beabsichtigt sei, ihnen zu Beginn des kommenden Jahres eine überprüfte Bedarfsplanung vorzulegen.

Ein Bedarfsplan ist die wesentliche Grundlage für alle organisatorischen, personellen und finanziellen Maßnahmen im Rettungsdienst. Als Träger des Rettungsdienstes ist der Kreis Heinsberg verpflichtet, die flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der Notfallrettung einschließlich der notärztlichen Versorgung im Rettungsdienst sicherzustellen.

Nach dem Rettungsgesetz im Land Nordrhein-Westfalen muss der Bedarfsplan kontinuierlich überprüft und bei Bedarf, spätestens aber alle vier Jahre geändert beziehungsweise fortgeschrieben werden. Daher analysiert das zuständige Fachamt des Kreises regelmäßig die Einsatzzahlen im Rettungsdienst und im Krankentransport auf der Grundlage des geltenden Bedarfsplans.