Euskirchen/Kreis Düren: Kreis Euskirchen startet neue Impfaktion gegen Schweinepest

Euskirchen/Kreis Düren : Kreis Euskirchen startet neue Impfaktion gegen Schweinepest

Mit der erneuten Auslage von Impfködern wollen die Behörden im Kreis Euskirchen die dort grassierende Schweinepest bei Wildschweinen bekämpfen. Die Aktion mit Beteiligung der Jägerschaft beginnt am Freitag und soll am Sonntag abgeschlossen sein.

Eine weitere Impfung ist im Nachbarkreis für den 7. bis 9. März geplant. Wo Impfköder ausgelegt werden, gilt bis 15. Februar Jagdruhe auf Schwarzwild. Die Impfaktion erstreckt sich nun nicht mehr auf Teile des Kreises Düren. Seit Jahresanfang sind die Gemeinden im Südkreis ebenso ausgeklammert wie Stadt und Kreis Aachen.

Auf Antrag der nordrhein-westfälischen Landesregierung hat der Veterinärausschuss der EU-Kommission in Brüssel in einer Sitzung Ende Januar einer Verkleinerung des Impfgebietes zugestimmt. Dies berichtete der Leiter des Veterinäramtes beim Kreis Euskirchen, Dr. Jochen Weins, gegenüber unserer Zeitung.

Das hat vorerst weder für den Jagdbetrieb noch für landwirtschaftliche Schweinehalter Konsequenzen. Es bleibe bei den auch bisher geltenden Auflagen, bestätigte die Kreisverwaltung Düren gestern. Für Jäger bedeutet dies: Von erlegten Wildschweinen müssen auch weiterhin Proben entnommen und zur Untersuchung abgegeben werden.

Im Kreis Euskirchen - bis auf Zülpich und Weilerswist - wird Schwarzwild vorerst weiter geimpft. Dort wurde zuletzt im April 2007 ein positiver Befund auf Schweinepest bestätigt. Seit dem erneuten Ausbruch der Seuche im Oktober 2006 war bei 46 Tieren aus dem Raum Bad Münstereifel und Euskirchen das Schweinepest-Virus nachgewiesen worden.

Dass die Impfung erfolgreich war, belegen Untersuchungen an 14000 seit 2002 erlegten Wildschweinen; etwa die Hälfte aller Tiere hatte Antikörper gebildet. Bei weiter positivem Verlauf der Impfaktionen hofft man im Kreis Euskirchen noch in diesem oder aber im nächsten Jahr eine weitere Verkleinerung des Impfgebietes erreichen zu können. Veterinär Weins hält das für realistisch und denkt dabei offenbar auch an Erleichterungen für die Tierhalter in der Region.

Im Kreis Euskirchen gibt es etwa 250 Schweinehalter, die zusammen rund 5500 Tiere besitzen. Große Mastbetriebe wie etwa im Münsterland gibt es nicht. Für solche Unternehmen, so weiß Weins, hätten die geltenden Beschränkungen im Seuchengebiet gewiss zum Ruin geführt.