Kreis Düren: Kreis-Düren-Tage: 2000 Menschen in Roermond

Kreis Düren : Kreis-Düren-Tage: 2000 Menschen in Roermond

Roermond heißt Roermond, weil die Rur dort in die Maas mündet — klar. „Falsch! Als Roermond gegründet wurde, da lag die Rurmündung noch einige Kilometer außerhalb des Ortes. Erst seit man 1340 einen Damm gebaut und den Fluss in einen seiner Altarme umgeleitet hat, mündet die Rur hier in die Maas“, berichtet Henk Denissen.

Und weiter: „Mond hat mit Mündung nichts zu tun. Das Wort verweist vielmehr auf das römische Mundium, so dass Roermond eigentlich Festung an der Rur bedeutet.“ Als man die Maas im Mittelalter mit viel Aufwand in die Stadt holte, ging es ums Geld. „Roermonder Laken waren eine begehrte Ware. Deshalb hat man die Schifffahrt optimiert, um den Handel zu erleichtern“, erzählt der Stadtführer seiner Gästegruppe aus dem Kreis Düren.

Im Abteil von Birgit Peters-Müller (3.v.l.) herrschte beste Stimmung.

Mit seinem Mix aus Fakten, Anekdoten und Humor bringt Henk Denissen den Besuchern die 57.000-Einwohner-Stadt im niederländischen Limburg nahe. Vier Millionen Besucher kommen jährlich, angelockt von historischem Gemäuer, reichen Kulturschätzen und dem Outlet-Center. Roermond war an diesem Wochenende Ziel der 12. Kreis-Düren-Tage. Am Freitag und Samstag reisten auf Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn jeweils 1000 Ausflügler mit einem Sonderzug der Rurtalbahn rurabwärts, um das schmucke Städtchen am Ende ihres Heimatflusses zu erkunden.

Die Resonanz auf den traditionellen Abstecher zu reizvollen Zielen in der Region war so groß wie nie. Weit über 8000 Kartenwünsche gab es für die beiden Tagestouren. Angely Waajen-Crins, stellvertretende Bürgermeisterin von Roermond, war hocherfreut ob des Rekordes, als sie die Gästeschar mit Landrat Wolfgang Spelthahn an der Spitze auf dem Münsterplatz begrüßte. „Genießen Sie den Tag und kommen Sie recht bald wieder, denn es ist unmöglich, Roermond an einem Tag zu erkunden“, gab sie der bis dato größten geschlossenen Besuchergruppe mit auf den Weg. Stadtführung, Bustour, Bootsfahrt auf der Maas oder freie Tagesgestaltung — das stand den 2000 Roermond-Besuchern zur Wahl.

Maria Kools aus Eschweiler über Feld war zum ersten Mal an der Rurmündung und beeindruckt von dem historischen Ambiente, dem propperen Äußeren und den freundlichen Menschen. „Da fahre ich gerne wieder hin“, lautete ihr Fazit auf der Rückreise. Während es ihre zehnte Kreis-Düren-Tag-Teilnahme war, waren die Nideggenerin Birgit Peters-Müller und ihre Schwester Nicole samt Ehemännern zum ersten Mal mit von der Partie. Für sie war es ein Feiertag, der mit einem entspannten Sektfrühstück im Abteil begann. Während der Bootstour über die Maas-Seen erlebten sie den großen Freizeitwert des Flusses für die Region und sahen Roermond aus immer neuen Perspektiven. Spannende Stadt, leckeres Essen, freundliche Menschen — das Quartett will sich 2016 auf jeden Fall wieder um Karten bewerben, egal wohin die 13. Reise führt.

Zum reibungslosen Ablauf der beiden Tage haben erneut die Auszubildenden der Kreisverwaltung Düren beigetragen, die das Motto „Kreis Düren — wir machen das!“ auch fern des Kreishauses leben.