Kreis-CDU setzt auf Geschlossenheit

Kreis-CDU setzt auf Geschlossenheit

Kreis Heinsberg. Als die Delegierten aus den Stadt- und Gemeindeverbänden der CDU am Freitagabend in der Heinsberger Stadthalle zusammenkamen, war die wichtigste Entscheidung des Abends die Nominierung der beiden Direktkandidaten für die Landtagswahl am 22.Mai.

In den Wahlkreisvertreterversammlungen setzten sich Bernd Krückel im Südkreis (40:20 gegen Wolfgang Dietrich) und Dr.Gerd Hachen im Nordkreis (51:7 gegen Rita Zurmahr-Tabellion) durch.

Zu Beginn des Parteitages hatte Kreisvorsitzender Dr. Hanno Kehren allen bei den Kommunalwahlen gewählten Mandatsträgern gratuliert, das Top-Ereignis in der Stadt Heinsberg herausgestellt und allen Wahlkämpfern gedankt.

Kehren mahnte die Partei mit Blick auf die Landtagswahl zur „absoluten Geschlossenheit”. In einigen Orten gehe es nach Querelen nun darum, Brücken zu bauen und einen Neuanfang zu finden. Uneinigkeit und Streit ließen die Mehrheiten kleiner werden, warnte Kehren.

Was die Trendumkehr zu Lasten der Union bei den Umfragen auf der Bundesebene angeht, kritisierte Kehren, dass Sachfragen häufig nicht zu Ende diskutiert würden. Es entstehe der Eindruck, es gehe den Beteiligten oft nicht um die Sache, sondern um Personen. Landes- und Bundespartei forderte Kehren unter dem Applaus der Parteitagsteilnehmer auf, „sich am Riemen zu reißen”.

Im Rahmen des Parteitages, der vom Heinsberger Stadtverbandsvorsitzenden Heinz-G. Becke geleitet wurde, wurde ein Antrag der Jungen Union behandelt, der Generationengerechtigkeit „durch eine hinreichende Berücksichtigung jüngerer Parteimitglieder” bei der Kandidatenaufstellung vor Wahlen Rechnung zu tragen.

Parteimitglieder im Alter unter 35Jahren sollten an öffentlichen Mandaten mindestens zu einem Fünftel beteiligt werden. Entsprechende Nominierungsregelungen sollten Eingang in die Satzung finden.

Die Antragskommission empfahl in Abstimmung mit der JU keine Satzungsänderung, sondern die Annahme des JU-Antrags in abgewandelter Form: Auf einem der ersten fünf Plätze der Reservelisten bei Kommunalwahlen müsse jeweils ein Kandidat unter 35Jahren sein. Dafür unterbreite die JU Vorschläge.

Der Kreisgeschäftsführer habe die Aufgabe, im Vorfeld der Versammlungen die Vorstände an diesen Beschluss zu erinnern und anzumahnen, ihn umzusetzen. Sollte auf diesem Wege nicht die gewünschte Generationengerechtigkeit erreicht werden, sei der CDU-Kreisvorstand angehalten, ein anderes Lösungskonzept im Rahmen von Geschäftsordnung oder Kreissatzung zu beraten. Dieser Beschlussvorschlag wurde bei sechs Gegenstimmen und zehn Enthaltungen angenommen.

Ein Antrag, mit dem die JU einen „Entschuldungspakt zwischen Bund und Ländern als Ausweg aus der Schuldenfalle” forderte, wurde an den Kreisvorstand überwiesen - mit der Zielsetzung, einen Antrag zu dieses Thematik für einen der nächsten Landesparteitage zu erarbeiten.