Kreis-CDU hat wieder einen Schatzmeister

Kreis-CDU hat wieder einen Schatzmeister

Kreis Heinsberg. Nach dem Rücktritt von Wolfgang Dietrich hat die Kreis-CDU in einem Sonderparteitag am Samstag in der Stadthalle von Geilenkirchen mit Christoph Kaminski einen neuen Schatzmeister gewählt.

Auf den 40-jährigen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, der Kreisvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) ist, entfielen in geheimer Wahl 122 Ja-Stimmen bei sechs Nein und drei Enthaltungen.

Kaminski war vom kommissarischen Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Geilenkirchen, Franz-Michael Jansen, vorgeschlagen worden. Es gab keinen Gegenkandidaten.

Kreisvorsitzender Dr. Hanno Kehren hatte zu Beginn des Parteitages den Entschluss von Dietrich bedauert.

Dietrich war ohne Begründung zurückgetreten (auch als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Geilenkirchen), nachdem der Abgeordnete nicht erneut als Landtagskandidat nominiert worden war. Kehren sprach Dietrich, der nicht anwesend war, den Dank der Partei für seine Arbeit als Kreisschatzmeister aus.

Die Delegierten unterstützten dies mit Applaus und erteilten Dietrich später auch einstimmig Entlastung. Die Kassenprüfer hatten ihm eine ordnungsgemäße Buchführung ohne Beanstandungen bescheinigt.

Von einer inzwischen angespannteren Finanzlage sprach Kreisgeschäftsführer Matthias Biergans, als er den Finanzbericht vortrug. Als Ursachen nannte er die Wahlkampfzeiten, aber auch die Sonderumlage an die Bundespartei, die inzwischen nach Beschluss des Bundesparteitages bis 2008 verlängert worden sei.

Dies bezeichnete Biergans als einen „weiteren finanziellen Kraftakt”, den es zu schultern gelte.

Auf der Einnahmenseite würden zudem nach Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften die Spenden nicht mehr so fließen wie vor 2002. In den vergangenen beiden Jahren verzeichnete die Kreis-CDU ein Minus von insgesamt rund 10000 Euro.

Biergans zeigte aber auch Möglichkeiten zur Konsolidierung der Finanzlage auf: So seien 2007 und 2008 keine Wahlen vorgesehen. Zudem gelte es, neue Wege beim Sponsoring einzuschlagen und neue Mitglieder zu werben.

Wie der Geschäftsführer so appellierte auch der Kreisvorsitzende an die Delegierten und somit zugleich an die Mitglieder, durch freiwillig erhöhte Beiträge die Parteiarbeit zu unterstützen.

In einem Grußwort hatte Bürgermeister Andreas Borghorst die Delegierten zum Parteitag in Geilenkirchen willkommen geheißen. In einer Schweigeminute wurde der gestorbenen Parteimitglieder Franz-Josef Pangels und Otto Knoll sowie der Flutopfer in Südostasien gedacht.