Waldfeucht-Haaren: Konzert, das Ohr und Auge schmeichelt

Waldfeucht-Haaren : Konzert, das Ohr und Auge schmeichelt

Weit in die Zukunft blickte Präsident Olaf Regnery beim inzwischen 30. Weihnachtskonzert des Musikvereins Haaren in der Selfkanthalle. „Im Jahre 2087 werden wir unser hundertstes Konzert spielen“, sagte er und schmunzelte in Richtung Publikum, das dafür gesorgt hatte, dass in der Halle wirklich jeder Platz besetzt war.

Beim Blick auf die auf der Bühne aufgebaute Lichttechnik, könne man an den Filmepos „Star Wars“ denken, fuhr er fort und kündigte für das Konzert eine weitere, von der Technik produzierte Überraschung an. Weiter begrüßte Regnery als musikalische Gäste die „Zangvereniging Oranje Schinveld“ und den Solotrompeter Romano Diederen aus Sittard.

Einfühlsam auf seiner Trompete überzeugte als Solist Romano Diederen aus Sittard. Foto: Anna Petra Thomas

Mit „A Christmas Overture“ von Roland Kernen, bei der sich der Komponist von Martin Luthers bekanntem Weihnachtslied „Vom Himmel hoch“ inspirieren ließ, startete der Musikverein unter der Leitung von Wil van der Beek in sein Konzert. Es folgten „All Bells in Paradise“ von John Rutter in einem Arrangement von Andreas Ludwig Schulte und „Share my yoke“ von Joy Webb.

Das Arrangement von Jan Bosveld ist ausgelegt auf ein Solo, das Romano Diederen mit seiner Trompete trotz seiner gerade einmal 17 Jahre meisterhaft-gefühlvoll ausführte.

Technische Überraschungen

Das abschließende Stück des ersten Teils für den Musikverein, „Voice of the Vikings“ von Michael Gruber, wurde dann von der angekündigten, technischen Überraschung durch die Nebelmaschinen auf der Bühne begleitet.

Der traditionsreiche Chor unter der Leitung von Anton Kropivšek begann mit „In den Bergen im Licht“ in Deutsch, wechselte dann ins Lateinische mit „De profundis clamavi“ und ins Englisch mit „No man is an Island“. Er trug das „Zocharti loch“ des deutsch-jüdischen Komponisten Louis Lewandowski vor mit dem Solisten Math Schiffelers und beendete seinen ersten Auftritt des Abends mit einem „Ave Maria“.

Populäre Songs

Nach der Pause hatte dann der Musikverein wieder Platz genommen auf der Bühne und stieg in seinen zweiten Programmteil ein mit „In the Bleak Midwinter von Gustav Holst (arrangiert von Philip Sparke). Weiter ging es mit der Filmmusik „Gettysburg“ von Randy Edelman (arrangiert von John Moss) und dem Stück „Camille“ von André Waignein, in dem Romano Diederen noch einmal als Solist mit seiner Trompete zu hören war.

Mit dem populären Song „The Prayer“ in einem Arrangement von Luc Vertommen leitete das Orchester über zum zweiten Auftritt des Chores. Nach „Stille Nacht in Palästina“ von Matthias Brettschneider präsentierte er mit „Rajske strune“ und „Stern auf den ich schaue“ zwei Bearbeitungen seines Dirigenten, jeweils mit Solopartien von Math Schiffelers und Werner Rütten. Es folgte die „Stille Nacht“ von Franz Xaver Gruber, bei der D. van der Zee als Solist überzeugte.

Ins Finale startete der Musikverein mit einem Potpourri amerikanischer Weihnachtslieder (arr. Willy Hautvast), um dann gemeinsam mit dem Chor „King All Glorious“ von Georg M. Vail (arr. Jack Hamm) zu präsentieren.

Zum Schluss ganz klassisch

Mit „Tochter Zion, freue dich“, von Will van der Beek für sein Orchester arrangiert endete das Konzert, nicht ohne ein mit einem begeisterten Publikum gemeinsam gesungenes „O du fröhliche“.

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