Kreis Heinsberg: Kontrollaktion: Sechs Raser müssen mit Fahrverbot rechnen

Kreis Heinsberg : Kontrollaktion: Sechs Raser müssen mit Fahrverbot rechnen

Die Kreispolizeibehörde Heinsberg hat sich am Mittwoch an einem landesweiten Kontrolleinsatz zur Bekämpfung von Eigentumskriminalität und den Hauptunfallursachen beteiligt. Die Beamtinnen und Beamten überprüften an diesem Tag Personen und Fahrzeuge im gesamten Kreisgebiet.

„Dabei waren sie uniformiert, aber auch in ziviler Kleidung unterwegs, um Tätern auf die Spur zu kommen und Hinweise zu erlangen, die zur Aufklärung der Delikte beitragen“, so Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. „Weiter hatten die Überprüfungen das Ziel, Verkehrsunfälle mit schwerwiegenden Folgen zu verhindern. Deshalb wurden bei den Kontrollen auch die festgestellten Verkehrsverstöße geahndet.“

Insgesamt wurden am Mittwoch bis in die späten Abendstunden hinein 378 Personen und 305 Fahrzeuge überprüft. Bei der Kontrolle eines Autofahrers stellte sich heraus, dass sich an seinem Wagen gestohlene Kennzeichen befanden. Diese waren kurz zuvor in Scherpenseel gestohlen worden. Frenken: „Die Beamten nahmen die Person fest und stellten die Nummernschilder sicher. Hierzu dauern die polizeilichen Ermittlungen noch an.“

Die Überprüfung eines weiteren Fahrzeuges ergab, dass dieses unterschlagen worden war. Der Pkw wurde sichergestellt. In 78 Fällen wurden Ordnungswidrigkeiten Anzeigen erstattet oder Verwarngelder erhoben.

Dabei hatten die Fahrer die Vorfahrt anderer Fahrzeuge nicht beachtet, sich beim Abbiegen falsch verhalten, im Überholverbot überholt, den Sicherheitsgurt nicht angelegt, den vorgeschriebenen Helm nicht getragen oder während der Fahrt verbotswidrig mit dem Handy telefoniert. Andere hatten mangelhafte Bereifung an ihren Wagen oder ihre Fahrzeuge waren überladen. Bei einer Person wurden Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt. Auch in diesem Fall war eine Anzeige die Folge.

Auch die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit überprüften die Beamten bei der Kontrollaktion am Mittwoch. Sie stellten insgesamt 462 Fahrzeuge fest, deren Fahrer zu schnell unterwegs waren. Gegen 352 Verkehrsteilnehmer wurde ein Verwarngeld erhoben und 110 Fahrzeugführer erhalten eine Anzeige. In 6 Fällen waren die Geschwindigkeitsüberschreitungen so eklatant, dass ein Fahrverbot die Folge sein wird.

„Die aus den Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet und dahingehend überprüft, ob sie für polizeiliche Ermittlungen bei anhängigen Verfahren von Bedeutung sind“, so Polizeisprecher Frenken.

Bereits am Freitag, 31. März, hatten Beamte der Kreispolizeibehörde Heinsberg ebenfalls einen Kontrolleinsatz durchgeführt, wie die Kreispolizeibehörde am Donnerstag mitteilte. Dabei habe Hauptaugenmerk auf der Bekämpfung der Hauptunfallursachen im Kreisgebiet gelegen. In den Bereichen Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg überprüften die Polizisten nach Angaben der Kreispolizeibehörde insgesamt 523 Fahrzeugführer. Dabei stellten sie fest, dass 135 Fahrerinnen und Fahrer zu schnell unterwegs waren. 125 Verwarnungsgelder und 10 Ordnungswidrigkeitenanzeigen waren die Folge.

Zudem wurden 21 Vorfahrtsverstöße geahndet und fünf Verkehrsteilnehmer wurden angehalten, da sie den Sicherheitsgurt nicht ordnungsgemäß angelegt hatten. Ein weiterer Fahrer telefonierte während der Fahrt mit seinem Handy. Auch in diesen Fällen erhoben die Beamten Verwarnungsgelder und fertigten Ordnungswidrigkei- tenanzeigen.

Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken betont: „Auch in den kommenden Monaten wird es weitere große Kontrollaktionen im Kreisgebiet geben.“