Konstantin Reifferscheidt „lebt für den Sport”

Konstantin Reifferscheidt „lebt für den Sport”

Düsseldorf / Kreis Heinsberg. Als am 23. Dezember ein Brief der Landesregierung an Konstantin Reifferscheidt eintraf, ahnte er noch nichts von der Auszeichnung, die sein Lebenswerk würdigen sollte.

Der Ehrenvorsitzende des Kreissportbundes war vom KSB-Vorstand zur Verleihung der Sportplakette der Landes Nordrhein-Westfalen vorgeschlagen worden. Dieser Vorschlag ging dann über den Landessportbund an die Landesregierung.

Der Geilenkirchener wurde zu einer der zehn Personen auserkoren, die am Montagabend im Düsseldorfer Apollo-Varieté im Mittelpunkt standen. Seit 1959 wird diese Auszeichnung von der Landesregierung verliehen. Damit möchte das Land verdienstvolle Personen auszeichnen, die sich mehr als mit Leib und Seele dem Sport verschrieben haben.

Zusammen mit Gattin Anneliese und Tochter Ute sowie Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst und dem KSB-Vorsitzenden Willi Engels war Konstantin Reifferscheidt angereist. „Es war eine Überraschung für mich, als ich von dieser Auszeichnung erfuhr”, gab sich der Jubilar wie immer bescheiden.

„Das finde ich ganz toll”, war Tochter Ute mächtig stolz auf ihren Vater. „Er ist 81Jahre alt, und dies sieht man ihm gar nicht an. Sport hält fit und jung, er ist das beste Beispiel”, strahlte Ute Reifferscheidt. „Wir waren drei Mädels im Hause, unser Vater hat uns morgens stets mit Seilchenspringen geweckt, so begann unser Tag immer sportlich. Auch heute sind wir drei noch aktiv, spielen alle Volleyball.”

Gattin Anneliese wurde ebenfalls von ihrem Mann zum Sport ermuntert, betreibt Schwimmen und Radfahren. „Auch ich verspürte im ersten Augenblick eine riesige Freude, als ich von der Auszeichnung erfuhr: Konstantin lebt für den Sport.”

„Er hat immer andere vorgeschlagen für eine Würdigung, nun steht er selbst in erster Reihe und in einer ganz besonderen Reihe”, kommentierte Engels die Ehrung für Reifferscheidt. „Er hat es verdient, er ist ein Aushängeschild für Geilenkirchen und den gesamten Kreis Heinsberg. Sein Name ist eine Größe”, sagte Bürgermeister Andreas Borghorst.

NRW-Sportminister Dr. Michael Vesper würdigte in Vertretung von Ministerpräsident Peer Steinbrück die zehn Ehrenamtler aus dem Land. Vor dem großen Augenblick wurden die Gäste aber noch in die Welt des Varietés entführt, genossen sie Höhepunkte des Roncalli-Programms.

„Diese Auszeichnung ist eine Würdigung für die Arbeit hinter den Kulissen”, so Vesper. „Wenn wir keine Ehrenamtler hätten, gäbe es kein Vereinsleben. Ohne ihren Einsatz wäre die Gesellschaft um ein ganzer Stück ärmer. Sie sind die wahren Helden des Alltags, sie leben Tugenden und Werte vor. Diese haben zwar in den letzten Jahren etwas gelitten, aber durch ihren Einsatz und ihr großes Engagement herrscht in den Vereinen wieder ein Aufschwung.”

Richard Winkels, Vorsitzender des Landessportbundes, erklärte: „Sie können stolz sein auf das, was sie geleistet haben. Sie sichern die Lebensqualität und die Zukunft der Vereine. Ihre Arbeit ist unverzichtbar. Sie leisten Außergewöhnliches, sie sind die Seele der Gesellschaft.”