Städteregion: Konsens beim Radschnellweg Euregio

Städteregion : Konsens beim Radschnellweg Euregio

Am Ende wurde es beinahe feierlich. „Das ist ein Generationenprojekt. Es wäre fatal, diese Möglichkeit nicht beim Schopfe zu packen“, erklärte Dieter Gronowski (CDU).

Und Rolf Beckers (Grüne) meinte: „Es handelt sich um eine einmalige Chance, die sich in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr bieten wird.“

Die Rede war in beiden Fällen vom Radschnellweg Euregio, der Aachen mit Heerlen bzw. Kerkrade verbinden soll. Viel und lange war in den vergangenen Monaten über mögliche Streckenführungen diskutiert worden, nun ist ein Konsens mit den Städten Aachen und Herzogenrath erzielt worden, der auch im städteregionalen Bauausschuss ungeteilte Zustimmung fand.

Demnach soll die Machbarkeitsstudie um die Verlängerung nach Merkstein — unter Berücksichtigung von Europaschule und Schulzentrum Herzogenrath — erweitert werden. Eine Option ist zudem die Fortführung im Aachener Stadtgebiet bis zum Campus Melaten und zum Campus West. Vom Tisch ist hingegen die Variante, die über die Nieuwstraat führen würde. Zudem wird nun zwischen Kohlscheid und Herzogenrath die Strecke entlang der Bahntrasse favorisiert.

Vor allem CDU und Grüne zeigten sich mit dem Ergebnissen sehr zufrieden. Dieter Gronowski sprach mit Blick auf die eingerichtete Internetplattform gar von einer „beispielhaften Bürgerbeteiligung, die es in der Region noch nicht gegeben hat“. Durch die Erweiterung der Machbarkeitsstudie werden die Kosten — um bis zu 200.000 auf dann 650.000 Euro - steigen. 80 Prozent wird das Land voraussichtlich übernehmen. Von den verbleibenden 130.000 Euro muss die Städteregion ein Drittel tragen.

(gro)