Kreis Düren: Konjunkturumfrage: „Wir erwarten derzeit nichts Dramatisches”

Kreis Düren : Konjunkturumfrage: „Wir erwarten derzeit nichts Dramatisches”

Viele Unternehmen im Kreis Düren bewerten ihre wirtschaftliche Lage schlechter als noch im Frühjahr. „Die Stimmung ist eingetrübt.

Wir haben eine konjunkturelle Delle”, fasste Hans-Harald Sowka, Geschäftsführer der Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung (VIV), am Mittwoch die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zusammen. Trotz des negativen Ausblicks und einer Rückkehr der Kurzarbeit schlage sich die Industrie aber wacker.

„Wir erwarten derzeit nichts Dramatisches”, fügte Sowka hinzu. Zu den Details: Die derzeitige Geschäftslage beschreiben 21,1 Prozent der Unternehmen als schlecht. Im Frühjahr waren es nur 2,7 Prozent. Dass sich die Lage in den kommenden Monaten verschlechtern wird, glauben 19,7 Prozent der Unternehmen. Von einer Verbesserung gehen lediglich 8,5 Prozent der Unternehmen aus.

Die Ertragslage wird von beinahe jeder dritten Firma als schlecht eingeschätzt. Von einer guten Ertragslage spricht nur jedes vierte Unternehmen. „Mit einer Verbesserung der Gewinne im Jahr 2013 rechnen nur 14,3 Prozent der Umfrageteilnehmer, 62,9 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung”, fasste Hans-Harald Sowka zusammen. Die aktuelle Auftragslage werde weiterhin überwiegend positiv eingeschätzt. Für die Zukunft erwartet allerdings fast ein Viertel der Unternehmen eine Verschlechterung. Im Frühjahr waren es nur 14 Prozent.

„Entsprechend der eingetrübten Stimmung lässt auch die Investitionsbereitschaft nach”, sagte Sowka. Auch planten acht der 71 Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, in den kommenden Monaten Kurzarbeit. Jedes zehnte Unternehmen rechne mit Entlassungen; Neueinstellungen plane hingegen aber jedes fünfte Unternehmen. „Angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung und der Krise im Euroraum kann man bei unseren Mitgliedsunternehmen nicht von einem Einbruch reden”, sagte VIV-Geschäftsführer Hans-Harald Sowka.