Kreis Düren: Kommunale Verbindlichkeiten von 569 Millionen Euro

Kreis Düren : Kommunale Verbindlichkeiten von 569 Millionen Euro

Die Unterschiede sind gewaltig: Während die Gemeinde Niederzier weiterhin schuldenfrei ist, die Gemeinden Merzenich mit 48.000 Euro und Vettweiß mit knapp 140.000 Euro Ende des vergangenen Jahres nahezu keine Verbindlichkeiten hatten, steht die Stadt Jülich vor einem nahezu unüberblickbaren Schuldenberg.

Ende 2009 belasteten über 105 Millionen Euro Schulden und Verbindlichkeiten aus Kassenkrediten den Haushalt der Herzogstadt. Damit ist Jülich mit Abstand Spitzenreiter im Kreis Düren, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Umgerechnet auf jeden Bürger entspricht das einer Pro-Kopf-Belastung von 3174 Euro, aufgeteilt in 2316 Euro an Schulden und 858 Euro auf Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe.

Mit Schulden und Kassenkrediten im Umfang von 209 Millionen Euro rangiert die Stadt Düren kreisweit an zweiter Stelle. Umgerechnet auf die Pro-Kopf-Belastung wird die größte Stadt (2254 Euro) aber sogar noch von der kleinsten überflügelt. Für Heimbach weisen die Statistiker zwar „nur” 10,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten aus, umgerechnet auf jeden Einwohner sind das aber 2356 Euro.

Insgesamt drücken die Kommunen zwischen Titz und Heimbach (inklusive des Kreises mit 89,4 Millionen Euro) Verbindlichkeiten von mehr als 569 Millionen Euro oder 2116 Euro je Einwohner. Zu den Schulden von 329 Millionen Euro gesellten sich Ende des Jahres Kassenkredite von knapp 240 Millionen Euro.

Obwohl die roten Zahlen gewaltig sind, schneiden die 15 Städte und Gemeinden im Landesvergleich noch relativ gut ab. NRW-weit liegen die Verbindlichkeiten pro Einwohner allein aus den Defiziten von Städten, Gemeinden und Kreisen bei 2957 Euro.