Kommentiert: Warnschuss für die CDU

Kommentiert: Warnschuss für die CDU

Die Tatsache, dass in Zukunft nur noch ein Abgeordneter aus dem Kreis Heinsberg die Interessen der Region im Bundestag vertreten kann, ist bitter.

Für den aus dem Parlament ausscheidenden ­Sozialdemokraten Norbert ­Spinrath umso mehr, hatten er persönlich und seine Partei im Kreis doch einen Achtungserfolg errungen: Sie konnten — in absoluten Zahlen betrachtet — sogar einen Stimmenzuwachs verbuchen.

In der CDU sollten spätestens jetzt trotz des Wahlsieges angesichts der deutlichen Verluste alle den Warnschuss gehört haben: Wahlerfolge sind für sie im Kreis Heinsberg kein Selbstläufer mehr! Und Wilfried Oellers muss zur Kenntnis nehmen, dass auch ein „Großaufgebot“ aus der Bundespolitik, das er für seinen Wahlkampf in den Kreis holen konnte, kaum etwas bewirkt, wenn die Stimmungslage im Bund schwierig ist für die Partei.

Mehr als acht Prozent für die AfD: Dies lässt bei vielen Sorge um die Demokratie aufkommen. Umso wichtiger ist es, an dieser Stelle Dank zu sagen: den „Zählkandidaten“, die sich auch ohne Erfolgsaussichten zur Wahl gestellt haben, sowie allen Helferinnen und Helfern in den Wahllokalen vor Ort — für ihren Dienst an der Demokratie!