Wegberg: Kleine Brücke „Zur Bockenmühle” bereitet Bauchschmerzen

Wegberg : Kleine Brücke „Zur Bockenmühle” bereitet Bauchschmerzen

Die kleine Brücke „Zur Bockenmühle” in Watern bereitet den Mitgliedern des Ausschusses für Städtebau, Umwelt und Verkehr einiges Kopfzerbrechen. Nachdem Schäden an dem Bauwerk festgestellt worden waren, wurde es vor einigen Monaten für Autos und den Lastverkehr gesperrt.

Nun wurde diskutiert, ob ein Neubau der Brücke rund 150.000 Euro kosten darf. Diese Summe präsentierte die Verwaltung in ihrem Vorschlag. Eine kostengünstigere Variante hätte zur Folge, dass die Brücke nur von Fahrzeugen bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen befahren werden könnte. Feuerwehr- und Müllfahrzeuge müssten dann einen Umweg in Kauf nehmen.

Derzeit ist die Brücke nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben, nachdem ein Gutachten der Brücke eine verminderte Belastbarkeit attestiert hatte. Ein im Februar in Auftrag gegebenes zweites Gutachten kommt zu demselben Schluss und rät ausdrücklich von einer Sanierung ab. Stattdessen wird ein Neubau empfohlen.

Also schlug die Verwaltung dem Ausschuss vor, die entsprechenden Arbeiten auszuschreiben. Dem konnte sich die CDU nicht anschließen. Der Fraktionsvorsitzende Reinhold Pillich sah angesichts der Summe, die bereits im laufenden Haushalt ausgewiesen ist, die Verhältnismäßigkeit der Mittel als nicht gegeben. Er beantragte, den Beschluss nicht zufassen und nach kostengünstigen Alternativen zu suchen.

Sein Vorschlag einer Holz- oder Stahlkonstruktion hätte zur Folge, dass die Querung der Brücke nur bis 3,5 Tonnen erlaubt sei. Dies lehnte Harald Kersten von der SPD jedoch grundsätzlich ab und betonte, dass die Brücke auch für Feuerwehr und Landwirtschaft befahrbar sein müsse.

Der technische Beigeordnete Rudolf Fabry erklärte, dass er die „Bauchschmerzen” Pillichs durchaus teile, eine grundlegende Sanierung müsse jedoch sein. Er schlug vor, zur nächsten Ausschusssitzung beide Angebotsvarianten der Ingenieurbüros zur Beratung und Entscheidung vorzulegen.