Wassenberg-Myhl: Klage der Nachbarn in Myhl hat Erfolg

Wassenberg-Myhl : Klage der Nachbarn in Myhl hat Erfolg

Nachbarn aus dem Wohnbereich Klosterstraße in Myhl haben erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht gegen eine geplante neue Nutzung des früheren Myhler Kinos (Metropol-Theater) geklagt.

Das Verwaltungsgericht Aachen hat entschieden, dass die Umwandlung des Kinos in eine „Vereinsstätte” und ein „Integrationszentrum” in der vom Kreis Heinsberg genehmigten Form Nachbarrechte verletzt und der Bauvorbescheid des Kreises daher aufzuheben ist.

Die Stadt Wassenberg hatte ihr Einvernehmen zu dem Projekt erteilt. Danach hatte der Kreis Heinsberg den positiven Vorbescheid erlassen, der jetzt von den Nachbarn angefochten wurde. Grund für das Gericht, den Bescheid aufzuheben, ist laut gestriger Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes die mangelnde Bestimmtheit des Bescheides. Es fehle an Festsetzungen, um Nachbarschutz zu gewährleisten.

Insbesondere sei offen, welche konkrete Nutzung in dem Bescheid genehmigt worden sei. Der Vorbescheid könne auch so verstanden werden, dass das ehemalige Kino als Vergnügungsstätte für ein größeres Publikum genutzt werden könne.

Betriebszeiten seien nicht genau definiert. Zu welchen Zeiten an Sonn- und Feiertagen ein Betrieb gedacht sei, lasse sich nicht genau ermitteln. Das Urteil ist laut Gericht noch nicht rechtskräftig (Aktenzeichen 3 K 605/10).

Streit schwelt seit langem

Die Auseinandersetzungen um das leer stehende Kino, das verschieden genutzt wird bzw. wurde (unter anderem Restaurant, Übernachtungsstätte für Saisonarbeiter, geplante Disco) schwelen schon seit etlichen Jahren. Jetzt war dem Vernehmen nach vorgesehen, dort eine Versammlungsstätte, die an Vereine und Gruppen hätte vermietet werden können, zu errichten.

Unabhängig von den befürchteten Verkehrs- und Lärmbelästigungen war in Myhl auch argumentiert worden, dass die Vereine eine solche Stätte nicht brauchten, da sie über eigene Vereinsheime verfügten.