Kreis Düren: Kita-Beitragsfreiheit bis 120.000 Euro Einkommen als Kompromiss

Kreis Düren : Kita-Beitragsfreiheit bis 120.000 Euro Einkommen als Kompromiss

Auch wenn der Kreis Düren auf Intervention der Bezirksregierung die Beitragsfreiheit in Kindertagesstätten nicht vollständig umsetzt, dürfte sie für die überwiegende Mehrheit Realität werden. „Für nahezu alle Eltern, zwischen 90 und 95 Prozent, wäre die Kita beitragsfrei“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Wie berichtet, hatte der Kreisausschuss dem Kreistag eine Beitragsbemessungsgrenze vorgeschlagen: Eltern, die mehr als 120.000 Euro brutto verdienen, zahlen ab 1. August weiter Beiträge. Entschieden wird heute.

Bei der Kostenübernahme für die ersten 24 Monate der Betreuung bleibt es für alle. Im Gespräch mit der Kommunalaufsicht war Spelthahn signalisiert worden, dass eine komplette Beitragsfreiheit im Kreis nicht gewünscht sei. Auf unsere Anfrage nahm die Bezirksregierung Stellung: Sie befürworte „natürlich, wenn Eltern im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten von Kita-Beiträgen freigestellt werden“.

Jedoch bedeute im Kreis Düren „jeder Verzicht auf die Beitragseinnahmen eine Erhöhung der Jugendamtsumlage, die dann zulasten der kreisangehörigen Gemeinden“ gehe. Die Gemeinden hätten deshalb wiederholt Bedenken geäußert.

Der Landrat sieht das anders, weil die Gemeinden an anderer Stelle finanziell entlastet würden. Um eine Eskalation aber zu vermeiden, entschied man sich für den Kompromiss mit der Einkommensgrenze.

(wel)
Mehr von Aachener Zeitung