Selfkant-Isenbruch: Kirmes, Kaiser und Klumpania

Selfkant-Isenbruch : Kirmes, Kaiser und Klumpania

Die Sommerkirmes im westlichsten Dorf Deutschlands ist keine Kirmes wie jede andere. Wenn die Kirmes in Isenbruch ansteht, dann heißt es für die Bevölkerung „Flagge zeigen“ — und das nicht nur an den Hauswänden. Isenbruch glich auch diesmal wieder einem Fahnenmeer, voller Stolz präsentierten viele Bürger die Selfkantfahne.

Hinzu kam: In diesem Jahr gab es bei der Isenbrucher Kirmes gleich mehreren Jubiläen. Da war die Schützenbruderschaft St. Martini, die ihr 40-jähriges Jubiläum feierte; ferner zieht das Trommler- und Pfeiferkorps seit 40 Jahren seine Runden nicht durch den Heimatort; seit 30 Jahren führt hier Martin Busch die Spielmannsleute; und da ist der übergroße Klump der „Klumpania Isebrook“, der ebenfalls seit 30 Jahren im Einsatz ist.

Früh übt sich: Auch Isenbruchs Nachwuchs macht mit Klumpen eine gute Figur. Fotos (2): agsb Foto: agsb

Kind, Kegel, Königshaus

Am Kirmesmontag zog die Klumpania, eine Gruppe von fast 50 Personen, die nicht nur aus Spielmannsleuten besteht, traditionell mit Kind und Kegel zum Königshaus, setzte die Majestäten in den Klump und transportierte diesen zum Festzelt, wo eine große Sause begann.

Viele Besucher nicht nur aus dem Selfkantland haben diesen Termin fest im Kalender vermerkt, auch das niederländische Grenzgebiet ist an diesem Tag im echten Klumpenfieber und feiert mit in Isenbruch.

In diesem Jahr setzte Schützenkönig Harrie Nizet dem großen Fest die Krone auf, hatte er sich doch zum Kaiser geschossen. So feierte Isenbruch neben den Jubiläen noch ein rauschendes Kaiserfest. Der Festzug der Klumpania ließ alle Herzen höher schlagen, zumal die Kids mit ihren kleinen Klumpen ein farbenprächtiges Bild boten.

Probleme mit den Klumpen hatten die Kleinen keine, so dass es gewaltig auf den Isenbrucher Straßen klapperte. Die gesamte Klumpania marschierte dabei im neuen Outfit, rechtzeitig zum Jubiläum waren die schicken T-Shirts geliefert worden. Nach dem Klumpenball am Nachmittag stand dann am Abend der Kaiserball auf dem Programm.

Gemeinsam gespielt

Der Auftakt zur Sommerkirmes stand im Zeichen der Spielmannsleute. Am Freitagabend trafen sich alle Spielmannsvereine aus dem Selfkantland sowie das Trommler- und Pfeiferkorps Karken und die Freunde aus St. Joost/NL zum großen Freundschaftsreffen. Als Abschluss standen alle Spielmannsleute im Festzelt auf und vor der Bühne und spielten gemeinsam.

Feststimmung und Farbenpracht

Der Kirmessamstag bot ein volles Festzelt mit allerbester Stimmung mit der „Janse Bagge Bend“ aus den Niederlanden. Ein Highlight war der Festzug.

Am Sonntag wurden viele Selfkantvereine begrüßt, die Bruderschaften drückten diesem Kaiserfest einen besonders farbenprächtigen Stempel im Festzug auf.

(agsb)