Kreis Düren: Kirchenkreises Jülich: Jens Sannig bleibt Superintendent

Kreis Düren : Kirchenkreises Jülich: Jens Sannig bleibt Superintendent

„Kirche für andere wird Kirche mit anderen”, dieser Satz könnte Jens Sannigs Leitmotiv für den Kirchenkreis Jülich sein. Am Samstag wurde der 48-Jährige Pfarrer aus Übach-Palenberg mit einem überwältigenden Ergebnis von der Kreissynode des Kirchenkreises Jülich in seinem Amt als Superintendant bestätigt.

Damit ist Sannig für weitere acht Jahre Chef von 650 Mitarbeitern, 51 Pfarrern und zuständig für 85.000 Gemeindemitglieder in 19 Kirchengemeinden in den Kreisen Düren, Heinsberg sowie in Eschweiler. Rund 90 Delegierte haben an der Kreissynode im Evangelischen Gemeindehaus in Düren teilgenommen. Neben Jens Sannig wurden turnusmäßig vier (von acht) Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes neu gewählt.

Das Gremium besteht aus vier Nichttheologen und vier Theologen sowie deren Stellvertretern. Alle vier Jahre wird die Hälfte des Mitgliederbestandes neu beziehungsweise wieder gewählt. Die Amtszeit aller Mitglieder beträgt acht Jahre. Gewählt wurden Pfarrerin Susanne Rössler aus Düren als Protokollführerin sowie als nichttheologische Mitglieder Herbert Standke aus Erkelenz und sein Vertreter Ralf Lüddens aus Aldenhoven, Hans-Joachim Schwabe (Wassenberg) und sein Vertreter Heinz Schlegel (Geilenkirchen) und Katrin Landmesser aus Erkelenz für ein vorzeitig ausgeschiedenes Mitglied aus dem Kreissynodalvorstand.

In den ersten fünf Jahren seiner Amtszeit ist es Jens Sannig gelungen, den Kirchenkreis Jülich in Sachen Umweltschutz, Naturstrom oder ökofairer Beschaffung von Materialien und Lebensmitteln so gut aufzustellen, dass er zum landeskirchlichen Vorbild geworden ist. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist darüber hinaus die Bemühung, Kirche zukunftsfähig zu gestalten. „Es muss uns gelingen”, so Sannig, „mehr Menschen für unsere Kirche zu gewinnen. Wir müssen unseren Glauben leben und zwar vor- und füreinander.” Dabei sei der Kirchenkreis Jülich durchaus auf einem guten Weg mit ganz unterschiedlichen Projekten und Schwerpunkten. „Es gibt zum Beispiel eine Gemeinde mit einer Kletterwand im Kirchturm. Dadurch ist es gelungen, mehr Kontakt zu Kindern, aber auch zu Erwachsenen zu bekommen.”

Als Superintendent ist Jens Sannig zwar zu hundert Prozent von seinen Aufgaben als Gemeindepfarrer entlastet, trotzdem ist der Vater zweier Söhne (18 und 22 Jahre) stets mit jeder der 19 Gemeinden in seinem Kirchenkreis in engem Kontakt. Besuche, Beratungen und viele Gespräche tragen dazu bei, vor Ort Probleme zu lösen und gemeinsame Projekte für die Zukunft zu gestalten.

„Was mir unter anderem an meinem Amt so gut gefällt”, sagt Jens Sannig, „ist, dass es ein Amt ist, das gestalten kann, aber auch, dass ich so unglaublich viele Menschen treffen darf.” Er könne als Superintendent seine Ideen von einer gemeinschaftlichen Kirche mit Leben füllen.