Wegberg: Kindergärten wollen enger zusammenarbeiten

Wegberg : Kindergärten wollen enger zusammenarbeiten

Die Leiterinnen der insgesamt 14 Kindertageseinrichtungen im Wegberger Stadtgebiet treffen sich seit gut einem Jahr, um eine bessere Vernetzung ihrer Arbeitsbereiche, „unabhängig der verschiedenen Trägerschaften und Konzeptionen”, zu erreichen.

So hieß es bei einem Pressegespräch im evangelischen Kindergarten „Die Pusteblume” in Wegberg. Neben dem evangelischen Kindergarten, gibt es noch einen Arbeiter-Wohlfahrt (AWO), drei Kindergärten von Elterninitiativen, drei Städtische sowie sechs katholische Kindergärten.

Damit gebe es in Wegberg 950 Plätze für Kinder, so die Bilanz bei dem Gespräch. Bevor sich die Leiterinnen zusammen gesetzt hätten, hätten sie kaum was von den anderen mitbekommen. Dies solle nun anders werden. Ein Vorteil durch den Zusammenschluss sei etwa, dass bei den vielen Doppelanmeldungen, die Eltern verständlicherweise machen würden, sich die Kindergartenleiterinnen nun unter einander koordinieren und absprechen könnten.

Daher hätten sie sich auch schon im vergangenen Jahr auf einen gemeinsamen Aufnahmetermin geeinigt. Ziel sei aber vor allem, ein besseres Miteinander, auch mit den Eltern zu erreichen. Die Kindergärten wollen daher transparenter werden, betonten die Leiterinnen mehrfach.

Kein besonderes Fest

Einen weiteren Einblick wollen die Kindergärten den Eltern und allen anderen Interessierten bei einem „Tag der offenen Türen" ermöglichen. Dafür sei kein besonderes Fest geplant, vielmehr sollen die Interessierten, „sich ein eigenes Bild vom Alltagsleben heutiger „Kindergartenarbeit” verschaffen können, so der gemeinsame Tenor.

„Es wird Zeit, dass das Land seine Aufgaben übernimmt und seine Versprechungen einhält”, meinten viele erbost, die es nicht richtig finden, den Kirchen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Sie seien nicht schuld an der Misere. Vielmehr stünden die Kirchen selbst durch die Steuerreform mit dem Rücken an der Wand. Tatsache sei, dass etwa den katholischen Kindergärten pro Gruppe in diesem Jahr 1900 Euro fehlen würden. Mit eventuellen Schließungen sei zu rechnen.