Heinsberg-Oberbruch: Kinder vermissen Computer und Gameboy im Wald nicht

Heinsberg-Oberbruch : Kinder vermissen Computer und Gameboy im Wald nicht

„Es war einmal” vor genau 44 Jahren, dass die Oberbrucher Pfarre St. Aloisius die „Stadtranderholung” aus der Taufe hob und viele Kinder über mehrere Wochen durch die „großen Ferien” begleitete.

Und auch in diesem Jahr hieß es in gleich doppeltem Sinne: „Es war einmal”, denn die Ferienspiele standen ganz im Zeichen der „Märchen” und der Gebrüder Grimm. Praktischerweise lag der „Märchenwald” den 80 Ferienkindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren gleich zu Füßen, wurden doch die Ferienspiele wie seit eh und je auf dem Jugendzeltplatz des Kreises Heinsberg im Birgelener Wald verbracht.

Früh morgens an diversen Bushaltestellen aufgesammelt, chauffierte der „Blechriese” die Kinder und Betreuer in den Wald und selbst der muffeligste Morgenmuffel kam dabei so richtig auf Touren. „Weiterschlafen ist nicht”, lautete die Devise der trällernden Ferienkinder, die sich mit den diversen Liedtexten wie „Donnerbalken”, „Adele” und dem „Weltmeisterlied” bestens auskannten. Bis zum Halt am Jugendzeltplatz „dröhnten” die Kinder den Bus zu, ehe die Stimmen im weiträumigen Wald verhallten.

Spannende Aktionen

Dort sorgten dann über zwei Wochen die Betreuer Marianna Schwaak, Ria von den Driesch, Christel Peters, Irene Erdweg, Sabrina Perreira, Julia von den Driesch, Christian Hoverath und Josi Seher für spannende Aktionen in freier Natur und frischer Luft. Das Erstaunliche: Kein Gameboy und kein Computer wurden vermisst. Dafür aber gab es jede Menge Märchenspiele, eine Märchenrallye und viele sportliche Aktivitäten.

Bei der Märchenrallye wurden von Aschenputtel fleißig Linsen gesammelt, das Tischlein wurde in Windeseile gedeckt, der Gestiefelte Kater lernte das Laufen in neuen Stiefeln, und die Prinzessin hatte allerhand mit ihren Erbsen zu tun. Und nach getaner Arbeit gab es eine köstliche Belohnung in Form eines gutbürgerlichen Mittagessens, für das Tilde und Friedel Kaaf sowie Irene Korfanty verantwortlich zeichneten.

Täglich lieferte das fleißige Küchenteam sämtliche, im Oberbrucher „Dechant-Sauer-Haus” zubereitete Leckereien in den Wald. Den Abschluss der Ferienspiele bildete traditionell das kunterbunte Sommerfest mit Preisen für jedermann, bei dem die Kinder selbst die Aktionen, Tänze, Vorträge, Sketche und Gedichte auf die Beine stellten. Der letzte Tag der Ferienspiele führte die knapp 90-köpfige Truppe in die „Kinderstad” nach Heerlen, die schon seit Jahren Attraktion für die Ferienkinder ist.